Kennen Sie das Sprichwort
“Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen”?

Diese Redewendung bezeichnet eigentlich einen einsamen, sehr abgelegenen Ort. Doch was viele nicht wissen: Auch in und nahe der Großstadt sind Wildtiere keine Seltenheit. Wildtiere in der Stadt? Stadt und Natur schließen einander nicht aus! Selbst in der Millionenstadt Wien leben Wildtiere direkt unter uns Menschen. Wildtiere findet man in den Gärten an der Peripherie, auf Feldern, in Aulandschaften, Parks und Schlossgärten, aber auch auf Friedhöfen und vielen anderen Orten.

Laut Studien leben über 70 wilde Säugetierarten in den Städten Österreichs.
Entdecken Sie in diesem Beitrag jene Wildtiere, die am häufigsten im städtischen Gebiet anzutreffen sind:

DIE HÄUFIGSTEN WILDTIERE
IN DER STADT

FUCHS

Der Fuchs ist einerseits sehr scheu und andererseits nachtaktiv. Obwohl sie in der Stadt oft mitten unter uns sind, ist es daher gar nicht so einfach Füchse zu beobachten. Sie verwenden jedoch immer dieselben Trampelpfade (Fuchspässe), die anhand der Spuren erkennbar sind. Der Fuchs frisst, was er in kürzester Zeit mit dem geringsten Aufwand erreicht – in Siedlungsgebieten z.B. Essensreste.

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FUCHS

Der Fuchs ist einerseits sehr scheu und andererseits nachtaktiv. Obwohl sie in der Stadt oft mitten unter uns sind, ist es daher gar nicht so einfach Füchse zu beobachten. Sie verwenden jedoch immer dieselben Trampelpfade (Fuchspässe), die anhand der Spuren erkennbar sind. Der Fuchs frisst, was er in kürzester Zeit mit dem geringsten Aufwand erreicht – in Siedlungsgebieten z.B. Essensreste.

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WILDSCHWEIN

Wildschweine sind eigentlich scheue und tagaktive Tiere. Durch das Vordringen des Menschen in ihren Lebensraum werden sie aber zusehends auch in der Nacht aktiver und wagen sich auch immer öfter in Siedlungsgebiete. Auch dort finden sie ganzjährig ein gutes Nahrungsangebot vor: Das sind beispielsweise Speisereste in Mistkübeln und auf Komposthaufen, Reste von Hunde- und Katzenfutter, Gemüsebeete, Fallobst, Schnecken, Regenwürmer, Mäuse und Ratten.

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WILDSCHWEIN

Wildschweine sind eigentlich scheue und tagaktive Tiere. Durch das Vordringen des Menschen in ihren Lebensraum werden sie aber zusehends auch in der Nacht aktiver und wagen sich auch immer öfter in Siedlungsgebiete. Auch dort finden sie ganzjährig ein gutes Nahrungsangebot vor: Das sind beispielsweise Speisereste in Mistkübeln und auf Komposthaufen, Reste von Hunde- und Katzenfutter, Gemüsebeete, Fallobst, Schnecken, Regenwürmer, Mäuse und Ratten.

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MARDER

Zu den heimischen Wildarten gehören der Stein- und der Edelmarder. Vor allem Steinmarder sind sogenannte „Kulturfolger” und zählen mittlerweile auch schon zur Großstadtfauna. Marder sind nachtaktiv. Untertags nützen sie gerne Holzstöße, Reisighaufen aber auch Steinbrüche als Unterschlupf. Ein großer Teil ihrer Nahrung besteht aus Mäusen, in Städten auch Ratten und Tauben. Auch Fallwild und Aas wird angenommen ebenso wie Obst, Insekten, Eier, und Amphibien. Eher selten und nur in Ausnahmen auch Hausgeflügel.

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DACHS

Im Alpenraum kommt der Dachs bis in Höhen von 2.000 Meter vor, besiedelt aber genauso die Vorgärten der Großstädte. Dachse sind nachtaktiv und legen Baue an. Bei ungünstiger Witterung (Schnee, Frost) halten Dachse Winterruhe und nehmen in dieser Zeit keine Nahrung auf. Der Dachs ist eher ein Sammler als Jäger und der pflanzliche Anteil überwiegt in seiner Nahrung: z.B. sind Mais, Hafer, Früchte, Pilzen, Beeren ebenso beliebt wie etwa Regenwürmern oder Insekten.

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DACHS

Im Alpenraum kommt der Dachs bis in Höhen von 2.000 Meter vor, besiedelt aber genauso die Vorgärten der Großstädte. Dachse sind nachtaktiv und legen Baue an. Bei ungünstiger Witterung (Schnee, Frost) halten Dachse Winterruhe und nehmen in dieser Zeit keine Nahrung auf. Der Dachs ist eher ein Sammler als Jäger und der pflanzliche Anteil überwiegt in seiner Nahrung: z.B. sind Mais, Hafer, Früchte, Pilzen, Beeren ebenso beliebt wie etwa Regenwürmern oder Insekten.

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EICHHÖRNCHEN

Das Eichhörnchen ist mit zwei in Österreich lebenden Haarwildarten weitschichtig verwandt: mit den Hundeartigen wie zB. Dachs und Marder und mit den Nagern wie zB. Murmeltier oder Biber. Eichhörnchen sind tagaktive Allesfresser. Sie bevorzugen Nüsse, Eicheln und Zapfen, im Frühling und Sommer auch verschiedene Beeren, Blüten, Knospen und Samen sowie Insekten, Würmer, Vogeleier und junge Vögel. Für die Nahrungsaufnahme während ihrer Winterruhe legen sie Nahrungsvorräte an, die sie vergraben.

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KANINCHEN

Das Wildkaninchen zählt gemeinsam mit dem Feldhasen und dem Schneehasen zum hasenartigen Haarwild. Sie leben in Kolonien und beanspruchen nur kleine Streifgebiete rund in ihren Bau, den sie bevorzugt in lockere Böden auf Feldern, Wiesen, Hecken, kleinen Waldungen oder unter Büschen graben. Als Pflanzenfresser ernähren sich Kaninchen von Blättern, verschiedenen Gräsern und Kräutern.

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KANINCHEN

Das Wildkaninchen zählt gemeinsam mit dem Feldhasen und dem Schneehasen zum hasenartigen Haarwild. Sie leben in Kolonien und beanspruchen nur kleine Streifgebiete rund in ihren Bau, den sie bevorzugt in lockere Böden auf Feldern, Wiesen, Hecken, kleinen Waldungen oder unter Büschen graben. Als Pflanzenfresser ernähren sich Kaninchen von Blättern, verschiedenen Gräsern und Kräutern.

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ENTE

Enten sind Schwimmvögel und als solches an den Schwimmhäuten zwischen ihren Zehen leicht zu erkennen. Als die am häufigsten vorkemmende Wasservogelart in Österreich ist die Ente sehr anpassungsfähig und stellt kaum Ansprüche an ihren Lebensraum: alle Arten von Still- und Fließgewässern. Der Mensch stört sie nicht, daher sind Enten auch in allen städtischen Parkanlagen mit Wasserflächen anzutreffen.

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TAUBE

Wildtauben zählen zu den Baumvögeln, ihre Nahrung nehmen sie jedoch zumeist am Boden auf. In Mitteleuropa brüten vier Taubenarten: Ringeltaube (Foto), Hohltaube, Türkentaube und Turteltaube. Zusätzlich könnte man noch verwilderte Haustauben und Straßentauben anführen, die von der im Mittelmeergebiet brütenden Felsentaube abstammen. Weltweit gibt es über 300 Taubenarten.

Tauben ernähren sich fast ausschließlich von Pflanzen.

TAUBE

Wildtauben zählen zu den Baumvögeln, ihre Nahrung nehmen sie jedoch zumeist am Boden auf. In Mitteleuropa brüten vier Taubenarten: Ringeltaube (Foto), Hohltaube, Türkentaube und Turteltaube. Zusätzlich könnte man noch verwilderte Haustauben und Straßentauben anführen, die von der im Mittelmeergebiet brütenden Felsentaube abstammen. Weltweit gibt es über 300 Taubenarten.

Tauben ernähren sich fast ausschließlich von Pflanzen.

Die oben genannten Wildtiere haben eines gemeinsam: Sie zählen zu den jagdbaren Wildtierarten und sie sind in der Stadt anzutreffen.
Im urbanen Umfeld leben aber auch viele

Wildtiere,
die unter Naturschutz stehen:

IGEL

Igel sind Einzelgänger, die in der Dämmerung und in der Nacht aktiv sind. Im Herbst sind sie teilweise auch tagsüber aktiv, um sich ausreichend Winterspeck für den Winterschlaf anzufressen. Gehölzflächen, Gestrüpp, Laubhaufen und Holzstapel nutzt der Igel gerne als Überwinterungsquartiere. Igel leben bevorzugt in trockenen Habitaten, wie lichte Wälder und Graslandschaften. Sind ausreichend Rückzugsflächen wie zB. Hecken vorhanden, zieht es den Igel auch in Städte und Parks.

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FISCHOTTER

Der Fischotter gehört wie der Dachs oder der Marder zum marderartigen Haarraubwild. Von den Jägern wird er daher manchmal auch Wassermarder genannt. Nachdem er in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts in Österreich bis auf eine kleine Population im Wald- und Mühlviertel fast völlig ausgestorben war, findet man heute wieder Otternachweise in weiten Teilen der Steiermark, dem Südburgenland, Teilen Kärntens und Oberösterreichs und in ganz Niederösterreich und damit auch in den Wiener Donauauen.

Fischotter sind in erster Linie Fischfresser und bevorzugen daher fischreiche Gewässer als Lebensraum. Kleine Bäche werden dabei ebenso genutzt wie große Flüsse. Besonders gerne halten sie sich an Fischteichen auf. Sie sind hervorragende Schwimmer. An Land hingegen ist der Fischotter mit seinen kurzen Beinen relativ langsam. Sie zählen zu den geschützten Wildtierarten.

FISCHOTTER

Der Fischotter gehört wie der Dachs oder der Marder zum marderartigen Haarraubwild. Von den Jägern wird er daher manchmal auch Wassermarder genannt. Nachdem er in den 1980er Jahren des letzten Jahrhunderts in Österreich bis auf eine kleine Population im Wald- und Mühlviertel fast völlig ausgestorben war, findet man heute wieder Otternachweise in weiten Teilen der Steiermark, dem Südburgenland, Teilen Kärntens und Oberösterreichs und in ganz Niederösterreich und damit auch in den Wiener Donauauen.

Fischotter sind in erster Linie Fischfresser und bevorzugen daher fischreiche Gewässer als Lebensraum. Kleine Bäche werden dabei ebenso genutzt wie große Flüsse. Besonders gerne halten sie sich an Fischteichen auf. Sie sind hervorragende Schwimmer. An Land hingegen ist der Fischotter mit seinen kurzen Beinen relativ langsam. Sie zählen zu den geschützten Wildtierarten.

FLEDERMAUS

Fledermäuse sind Säugetiere und außer den Flughunden die einzigen fliegenden Säuger. Blutsaugende Fledermäuse gibt es nicht, zumindest nicht in Europa. In Mittel- und Südamerika sind weniger als eine Handvoll Fledermaus-Arten bekannt, die sich vom Blut von Tieren ernähren.

Die Fledermaus lebt zumeist völlig unbemerkt mitten unter uns. Bekannt ist sie vor allem für ihr Orientierungssystem, das mittels Ultraschalles funktioniert. Durch das zurückgeworfene Echo ihrer Rufe erkennen sie Hindernisse und auch ihre Beute. Unsere heimischen Fledermäuse sind fast ausschließlich Insektenfresser, die sich fast zum Großteil von Spinnen und fliegenden Insekten ernähren.

SIEBENSCHLÄFER

Kaum ein Tier hält einen so langen Winterschlaf wie der Siebenschläfer: oft von September bis Mai und damit bis zu acht Monaten. Daher auch sein Name, der davon abstammt, dass diese Wildtiere sieben Monate schlafen. Sie sind Nagetiere, die in Größe und Form ein wenig dem Eichhörnchen gleichen. Als hervorragende Kletterer leben sie großteils in Bäumen. Ihre bevorzugten Baumarten sind Laubbäume und da wiederum Obstbäume. Ihre Schlafplätze befinden sich oft in den Dächern unserer Häuser. Überwintert wird jedoch unter der Erde in kleinen, engen Höhlen.

Ihr Nahrungsspektrum reicht von Nüssen und Samen über Früchte und Pilze. Insekten und kleine Vögel stehen nur sehr selten am Speiseplan. In Österreich wurde der Siebenschläfer für 2021 zum Tier des Jahres gewählt.

SIEBENSCHLÄFER

Kaum ein Tier hält einen so langen Winterschlaf wie der Siebenschläfer: oft von September bis Mai und damit bis zu acht Monaten. Daher auch sein Name, der davon abstammt, dass diese Wildtiere sieben Monate schlafen. Sie sind Nagetiere, die in Größe und Form ein wenig dem Eichhörnchen gleichen. Als hervorragende Kletterer leben sie großteils in Bäumen. Ihre bevorzugten Baumarten sind Laubbäume und da wiederum Obstbäume. Ihre Schlafplätze befinden sich oft in den Dächern unserer Häuser. Überwintert wird jedoch unter der Erde in kleinen, engen Höhlen.

Ihr Nahrungsspektrum reicht von Nüssen und Samen über Früchte und Pilze. Insekten und kleine Vögel stehen nur sehr selten am Speiseplan. In Österreich wurde der Siebenschläfer für 2021 zum Tier des Jahres gewählt.

BIBER

Der Biber gehört zu den begnadetsten Baumeistern in der Tierwelt. Wo Uferböschungen nicht hoch genug sind, bauen sie ihre eigenen Biberburgen, die aus aufgeschichteten Ästen, abgedichtet mit Schlamm, Erde, Schilf und Gräsern bestehen und bis zu 1,5 Meter hoch sein können. Biber sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Rinde, Wurzeln, Zweigen, Sträuchern, Blättern, Kräutern, Laubbäumen und Wasserpflanzen. Mit bis zu 30 Kilogramm Körüergewicht ist der Biber nicht nur einer der größten Nager, sondern auch schwerer als das heimische Rehwild. 

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Fazit: Sie sehen, die eingangs zitierte Redewendung „wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“ stimmt, zumindest fast: Ersetzen Sie das Wort Hase durch Kaninchen und Sie haben einen Volltreffer. Für mich als ein in der Stadt lebender Naturliebhaber ist es immer wieder faszinierend, wie viel Wildleben wir auch in Großstädten haben. Das beweist mir einmal mehr, dass wir als Menschen nur zu Gast in der Natur sind.

UNSERE
LESE-EMPFEHLUNG

Bildquelle für diesen Beitrag: Pixabay und Jagdfakten.at/L. Molter

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