23. November 2018

Wildarten: Igel

Igel – ein kurzer Steckbrief

Name: Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus)
Tierfamilie: Igel, Säugetiere, Insektenfresser

Status: Igel stehen unter Naturschutz

Größe: Kopf-Rumpf-Länge 10-45 cm, Schwanzlänge ca. 3 cm
Gewicht: bis zu 1,5 kg

Paarungszeit: April – August
Trächtigkeitsdauer: 35 Tage

Wurfzeit: Juli – September
Junge: 4-5 Junge

 

Aktivitätszeit:

Igel sind dämmerungs- bzw. nachtaktive Tiere. Am Tage schlafen zu meist in ihren Verstecken in Laub- und Gehölzhaufen.

Lebensraum:

Weißbrust- und Braunbrustigel sind in ganz Europa verbreitet. Sie bevorzugen eher trockene Habitate, wie lichte Wälder und Graslandschaften, kommen aber auch in Städten vor. Parks oder Randbezirke mit ausreichend Rückzugsflächen, wie Hecken und Gehölzstreifen, genügen dem stacheligen Bodenbewohner.

Aussehen/Merkmale:

Charakteristisch, für die in Europa vorkommenden Unterarten, sind die braunen Stacheln mit den hellen Spitzen auf dem Rücken. Ausgewachsene Igel können bis zu 8.000 Stacheln haben.

Wie der Name schon sagt, haben Braunbrustigel ein braunes Bauchfell. Das Fell der Weißbrustigel ist hingegen beige bis weiß gefärbt. Die Schnauze ist rüsselförmig. Die kurzen Beine enden in längliche Pfoten mit fünf Krallen.

Braunbrustigel

 

 

 

 

Weißbrustigel

Was fressen Igel und wann sind sie aktiv:

Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Einzelgänger, die nur zur Paarung die Nähe ihrer Artgenossen suchen. Im Herbst sind Igel auch teilweise tagaktiv um sich ausreichend Winterspeck für den Winterschlaf anzufressen.

Als Insektenfresser ernähren sie sich hauptsächlich von Käfern, Larven, Regenwürmern, Schnecken und Spinnen. Sie können aber auch größere Beute, wie Schlangen und Eidechsen, oder kleinere Vögel fressen oder auch deren Bodennester plündern.

Der Igel steht unter strengen Naturschutz.

Die Nischen von Holzstapel bieten auch Igeln wichtige Überwinterungsquartiere

Igel halten Winterschlaf. Das ist ein Grund weshalb Gestrüpp, Laubhaufen und Gehölzflächen in den Herbstmonaten nicht entfernt werden dürfen. Auch Holzstapel werden gerne als Überwinterungsquartiere genutzt.

Igel überwintern – so können Sie helfen:

Lassen Sie gezielt Zweige und Laub in ruhigen Lagen liegen und schaffen Sie Überwinterungsquartiere in Ihrem eigenen Garten: Der Platz sollte ruhig gelegen sein, ungestört von Hunden oder Katzen.

Der Winterschlaf ist für die kleinen Stacheltiere besonders kräftezehrend – während dieser Zeit verlieren sie fast 30 Prozent ihres Körpergewichtes. Atmung, Herzschlag und Körpertemperatur werden auf ein Minimum reduziert – ebenso ihre Reaktion auf äußere Bewegungen oder mechanische Reize. In freier Wildbahn können Igel bis zu 7 Jahre alt werden.

 

Igel rollen sich bei Gefahr ein.

Beobachtung von Igel:

Sie können sie vorwiegend in der Dämmerung oder in der Nacht beobachten. Besonders aktiv sind sie im Herbst (kurz vor dem Winterschlaf) und im Frühjahr (kurz nach dem Winterschlaf).

Zur Beobachtung eignet sich ein lichtstarkes Fernglas oder ein Nachtsichtgerät. Seien Sie dabei besonders vorsichtig:

Wittert der Igel erst einmal Gefahr, rollt er sich ein: dabei zieht er Kopf und Pfoten ein und stülpt seine Stacheln über.

 

 

 

 

 

 

WEITERLESEN:

Lebensräume der Wildtiere: Hecken

FOTOS: Pixabay

Jagd & Natur

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