6. April 2017

Vorsicht Wild: Wie verhalte ich mich, wenn plötzlich ein Tier vor mir steht?

Grundsätzlich ist der Mensch dazu angehalten, die Lebensbereiche der Tiere zu respektieren und sie nicht zu beunruhigen, also beispielsweise im Wald nicht die Wege zu verlassen oder Tiere zu berühren. Doch was tun, wenn plötzlich Wild vor einem steht? Was, wenn ein Tier keine Scheu zeigt, nicht davonläuft, wenn es Sie sieht und sich sogar zutraulich nähert?

Die meisten Tiere sind ungefährlich, solange man sich ruhig verhält. Sie beobachten die Menschen genauso, wie wir sie beobachten. Nur wenige Tiere können eine echte Bedrohung für den Naturnutzer darstellen.

Vorsicht Wild – so verhalten Sie sich richtig:

Ausweichen und nicht berühren: Weichen Sie möglichst allen Tieren aus und berühren Sie sie auf keinen Fall (auch tote Tiere nicht!). Verständigen Sie bitte den örtlichen Jäger oder die Polizei. Die Gefahren der Tollwut und des Fuchsbandwurmes sind nicht zu unterschätzen.

Selten, aber doch kann es – vor allem in der Dämmerung – passieren, dass ein Wildschwein den Weg eines Spaziergängers oder Wanderers kreuzt. Befindet er sich auf dem Weg, wird er zumeist vom Tier nicht als Bedrohung gesehen. Ausnahmen: verletzte Keiler und Muttertiere. Da diese sich vorab aber durch ein lautes Schnauben oder Grunzen zu erkennen geben, können Sie sich noch vorsichtig zurückziehen.

Steht ein Wildschwein aber erst einmal vor Ihnen, müssen Sie unbedingt Ruhe bewahren. Kein Davonlaufen, keine wilden Gesten, keine Angriffe, Hunde an der Leine lassen. Besser: Langsam weggehen, aber stets das Tier im Auge behalten. Ist ein Baum oder Hochsitz in der Nähe, rasch hochklettern.

Luchse lassen sich häufig durch Bewegen, lautes Sprechen oder andere Geräusche vertreiben. Begegnen Sie einem Wolf, bleiben Sie ruhig. Normalerweise verschwindet er, sobald er merkt, dass er entdeckt wurde.

Bei Bären muss man vorsichtiger sein: Hat er Sie noch nicht entdeckt, verlassen Sie den Ort leise und vorsichtig. Hat er Sie jedoch bereits gesehen, geben Sie sich vorsichtig zu erkennen. Reden Sie etwas lauter, aber verzichten Sie auf bedrohliche Gesten oder unkontrollierte Bewegungen. Langsames Zurückziehen ist ok, Davonlaufen jedenfalls nicht.

Folgt der Bär Ihnen, bleiben Sie wieder stehen und schauen Sie ihm keinesfalls in die Augen. Nähert sich der Bär weiter, legen Sie sich in Bauchlage auf den Boden, legen Sie Ihre Hände in den Nacken, stellen Sie sich tot und wehren Sie sich nicht.

Vorsicht Wild – bei allen Tieren gilt: Halten Sie Ihren Hund an der Leine.

Vielleicht waren Sie aber auch schon in den österreichischen Bergen wandern und sind Weiderind begegnet. Auch hier gibt es klare Verhaltensregeln: Ihnen sollte man ebenso nicht zu nahe kommen oder sie streicheln. Bei unruhigen Herden oder wenn Sie fixiert werden, halten Sie Abstand und nehmen lieber einen Umweg.

Hunde wieder an die Leine nehmen und verhindern, dass sie der Herde zu nahe kommen, außer Sie werden von einem Rind angegriffen. Dann den Hund ableinen, und er wird durch seine Schnelligkeit und sein Ausweichen dafür sorgen, dass die Gefahr von Ihnen abgewendet wird.

Keinesfalls sollten Sie in bedrohlichen Situationen davonlaufen oder mit Ihrem Wanderstock Drohgebärden machen. Besser laut rufen, das kann aggressives Rind zum Umkehren bewegen. Außerdem sollten Sie sich langsam entfernen, ohne dabei den Rindern den Rücken zuzukehren.

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