12. September 2016

Wie kann der Naturfreund dem Jäger helfen?

Der Jäger übernimmt für Natur, Wild und Wald wichtige Hege- und Pflegearbeiten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie als Naturfreund dem Jäger helfen können:

  • Was können Sie für die Erhaltung des Lebensraumes tun?
  • Wie können Sie dazu beitragen, das Wild zu schützen?

Tatsächlich ist es so, dass diese Aufgaben nicht nur der Jäger übernehmen kann. Jeder Natrufreund und Naturnutzer – seien es Wanderer, Mountainbiker oder Paragleiter – kann seinen Beitrag leisten und sich zumindest so verhalten, dass das Wild in seinem natürlichen Lebensraum möglichst wenig gestört wird.

Es beginnt beim Hinterlassen oder besser gesagt beim NICHT-Hinterlassen Ihrer Spuren:
Werfen Sie Ihren Müll nicht in den Wald. Sie möchten ja auch Ihren Lebensraum, also Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus, nicht verschmutzt wissen.

Vermeiden Sie Stress für Wildtiere:
Berühren Sie kein Wild – insbesondere kein Jungwild. Dazu zählt auch, dass Sie kleine Tiere im Wald nicht hoch heben sollten.

Stören Sie nicht:
Bleiben Sie beim Wandern, Mountainbiken oder Spazierengehen mit Ihrem Hund auf den ausgeschilderten Wegen und Routen!

Machen Sie sich bewusst, dass Sie die Ruhe und den Lebensraum der Wildtiere stören, wenn Sie abseits der Wege tiefer in den Wald eindringen. Das Wild benötigt speziell im Winter seine Ruhebereiche, um mit der knappen Nahrung und seiner Energie bestmöglich haushalten zu können.

Das ist für das Überleben der Wildtiere genauso wichtig, wie für den Forst. Denn: Wild, das gestresst ist, flüchtet. Trotzdem hat es Hunger. Und wenn es auf den gewohnten Futterplätzen keine Ruhe findet, kommt es zu Verbissschäden an Bäumen. Dies kann verhindert werden, indem das Wild möglichst ungestört seine gewohnten Plätze aufsuchen und Nahrung aufnehmen kann.

Füttern Sie nicht:
Oder wissen Sie, was Hirsch, Reh & Co vertragen und fürs Überleben benötigen? Wildgerecht und artenspezifisch zu füttern will gelernt sein! Vertrauen Sie darauf: Jäger können das aufgrund ihrer wildökologischen Ausbildung am besten.

Führen Sie Ihren Hund:
an der Leine! Wenn Ihr Hund anfängt zu bellen und zu jagen, erzeugt er Stress bei Wildtieren.

Leider gibt es jährlich unzählige Rehe und Hasen, die von wildernden Hunden gerissen werden. Dies fällt unter Tierquälerei und lässt sich mit Leine und ggf. Beißkorb vernünftig vermeiden!

Fahren Sie bremsbereit und aufmerksam:
Insbesondere im Frühjahr und im Herbst sollten Sie bei Dämmerung am Morgen und am Abend besonders aufmerksam fahren. Zu diesen Zeiten des Wildwechsels kommt es gehäuft vor, dass Ihnen Rehe, Hasen, Fasane, Füchse & Co. vor das Auto laufen.

Achten Sie daher genau auf die Fahrbahnränder.
Aufmerksame Naturfreunde fahren bremsbereit und hupen, wenn sie Wild auf der Fahrbahn sehen.

Sollten Sie trotz aller Vorsicht ein Wild erwischen: rufen Sie bei der nächsten Polizeidienststelle an, diese wird den zuständigen Jäger informieren. Warum wir darauf hinweisen? Weil jährlich bis zu 100.000 Wildtiere österreichweit im Straßenverkehr sterben.

 

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8 Tipps zur Unfallvermeidung und wie Sie sich bei einem Wildunfall richtig verhalten

Erhaltung von Natur und Wald – Jäger und Jagdflächen in Zahlen

 

 

Jagd & Natur

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