Verhaltensregeln im Wald, Naturfreund, Jagdfakten.at

Wie verhält man sich im Wald richtig?

Wer im Wald unterwegs ist, teilt diesen Lebensraum mit zahlreichen Wildtieren. Rücksichtsvolles Verhalten hilft, Störungen zu vermeiden und wichtige Rückzugsräume zu schützen. Dazu gehört unter anderem, auf den Wegen zu bleiben, Hunde unter Kontrolle zu halten, Lärm zu vermeiden und Wildtiere nicht zu verfolgen oder zu füttern. Besonders in der Dämmerung, während der Aufzuchtzeit und im Winter oder bei großer Hitze ist Rücksicht wichtig.

Die wichtigsten Regeln für einen verantwortungsvollen Waldbesuch haben wir hier übersichtlich zusammengefasst:

Verhaltensregeln im Wald

Als Naturfreund Lebensraum und Wild schützen

Was können Sie für die Erhaltung des Lebensraumes tun?
Wie können Sie als Naturfreund dazu beitragen, das Wild zu schützen?

Tatsächlich ist es so, dass diese Aufgaben nicht nur der Jäger übernehmen kann. Jeder Natrufreund und Naturnutzer – seien es Wanderer, Mountainbiker oder Paragleiter – kann seinen Beitrag leisten und sich zumindest so verhalten, dass das Wild in seinem natürlichen Lebensraum möglichst wenig gestört wird. Es beginnt beim Hinterlassen oder besser gesagt beim NICHT-Hinterlassen Ihrer Spuren:

  • Werfen Sie Ihren Müll nicht in den Wald.
    Sie möchten ja auch Ihren Lebensraum, also Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus, nicht verschmutzt wissen.

  • Vermeiden Sie Stress für Wildtiere:
    Berühren Sie kein Wild – insbesondere kein Jungwild. Dazu zählt auch, dass Sie kleine Tiere im Wald nicht hoch heben sollten.

  • Stören Sie nicht und vermeiden Sie Lärm:
    Bleiben Sie beim Wandern, Mountainbiken oder Spazierengehen mit Ihrem Hund auf den ausgeschilderten Wegen und Routen!

Berücksichtigen Sie die Verhaltensregeln im Wald

  • Machen Sie sich bewusst, dass Sie die Ruhe und den Lebensraum der Wildtiere stören, wenn Sie abseits der Wege tiefer in den Wald eindringen.
  • Das Wild benötigt speziell im Winter oder bei großer Hitze seine Ruhebereiche, um mit knappen Nahrungs- und Wasserangeboten und seiner Energie bestmöglich haushalten zu können.

Das ist für das Überleben der Wildtiere genauso wichtig, wie für den Forst. Denn: Wild, das gestresst ist, flüchtet. Trotzdem hat es Hunger. Und wenn es auf den gewohnten Futterplätzen keine Ruhe findet, kommt es zu Verbissschäden an Bäumen. Dies kann verhindert werden, indem das Wild möglichst ungestört seine gewohnten Plätze aufsuchen und Nahrung aufnehmen kann.

  • Füttern Sie nicht:
    Oder wissen Sie, was Hirsch, Reh & Co vertragen und fürs Überleben benötigen? Wildgerecht und artenspezifisch zu füttern will gelernt sein! Vertrauen Sie darauf: Jäger können das aufgrund ihrer wildökologischen Ausbildung am besten.

  • Führen Sie Ihren Hund an der Leine!
    Wenn Ihr Hund anfängt zu bellen und zu jagen, erzeugt er Stress bei Wildtieren. Leider gibt es jährlich unzählige Rehe und Hasen, die von wildernden Hunden gerissen werden. Dies fällt unter Tierquälerei und lässt sich mit Leine und ggf. Beißkorb vernünftig vermeiden!

  • Fahren Sie bremsbereit und aufmerksam:
    Insbesondere im Frühjahr und im Herbst sollten Sie bei Dämmerung am Morgen und am Abend besonders aufmerksam fahren. Zu diesen Zeiten des Wildwechsels kommt es gehäuft vor, dass Ihnen Rehe, Hasen, Fasane, Füchse & Co. vor das Auto laufen.

  • Achten Sie daher genau auf die Fahrbahnränder.
    Als aufmerksamer Naturfreund fahren bremsbereit und hupen, wenn sie Wild auf der Fahrbahn sehen. Sollten Sie trotz aller Vorsicht ein Wild erwischen: rufen Sie bei der nächsten Polizeidienststelle an, diese wird den zuständigen Jäger informieren. Warum wir darauf hinweisen? Weil jährlich bis zu 100.000 Wildtiere österreichweit im Straßenverkehr sterben.

Wer nicht nur im Wald, sondern generell möglichst naturverträglich unterwegs sein möchte, findet weitere Tipps in unserem Beitrag >> Naturfreundlich unterwegs in Österreich.

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