Bienen im Revier, Internationaler Tag der Biene - Jagdfakten.at informiert

Blütenreiche Lebensräume für Bienen schaffen:

Bienen finden in strukturreichen Revieren wertvolle Nahrung und geeignete Lebensräume. Blühende Wildpflanzen, heimische Sträucher, Waldränder und ungestörte Kleinstrukturen können vor allem Wildbienen zugutekommen. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Nahrungs- und Nistplatzangebot gezielt verbessern. Dieser Beitrag informiert, wie Bienen im Revier unterstützt werden können und worauf es dabei ankommt.

BIENEN im REVIER

unterstützen

Aus Sicht der Revierarbeit sind Bienen von großer Bedeutung – aus drei Gründen:

  1. Sie sichern über die Bestäubung die Wildfrüchte.
  2. Maßnahmen, die den Bienen helfen, kommen auch dem Niederwild zugute: etwa blütenreiche Säume, Brachen, Hecken und strukturreiche Feldränder.
  3. Küken von Rebhuhn, Fasan sowie von Auer- und Birkwild sind in den ersten Lebenswochen in hohem Maße auf Insekten und andere Wirbellose angewiesen. Ein insektenreiches Revier schafft daher wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kükenaufzucht.

Maßnahmen, die Bienen im Revier unterstützen:

  • Blühflächen und Wildäcker mit heimischen, gestaffelt blühenden Mischungen anlegen – nicht nur Deckungssaat. Entscheidend ist eine durchgehende Blüte von März bis in den September.

  • Feldraine, Böschungen und Säume abschnittsweise und spät mähen. Immer nur einen Teil pro Durchgang, den Rest über den Winter stehen lassen. Mähen statt mulchen.

  • Offene Bodenstellen zulassen: Sandlinsen, Abbruchkanten, Wegböschungen, Materiallagerplätze. Was für das Auge unordentlich wirkt, ist der Kinderzimmerbau eines Großteils aller Wildbienenarten.

  • Totholz und markhaltige Stängel stehen lassen – z.B. abgestorbene Äste, alte Brombeer- und Holunderruten. Am besten über mehrere Jahre hinweg: In den Stängeln sitzt die Brut oft bis ins zweite Jahr.

  • Beim Schnitt an die Brut denken: Ein wirklich unbedenkliches Zeitfenster gibt es nicht – in Stängeln und Totholz sitzt die Brut über den ganzen Winter und je nach Art bis in den Juli hinein. Wer schneiden muss, tut es abschnittsweise und legt das Schnittgut ein Jahr lang aufrecht an den Flächenrand, damit die Bienen noch ausfliegen können.

  • Wildobst und Hecken pflanzen. Weide, Schlehe, Wildkirsche und Vogelbeere blühen früh und tragen später Früchte – doppelter Nutzen für Bestäuber und Wild.

Vogelbeere, Schlehe, Weißdorn, Holunder, Himbeere, Brombeere, Wildapfel & Co. tragen nur dann reichlich Früchte, wenn ihre Blüten gut bestäubt wurden, und genau diese Früchte sind im Spätsommer und Herbst eine tragende Säule der Äsung für verschiedene Tierarten.

Honigbiene und Wildbienen ergänzen sich dabei: Hummeln (zählt zu den Wildbienen) fliegen schon bei wenigen Grad über null, Honigbienen stellen ihre Sammelflüge dagegen unterhalb von rund 10 bis 12 Grad weitgehend ein. Gerade während der Obst- und Weidenblüte, wenn kühleres Wetter häufig ist, ist dieses breite Bestäuberspektrum daher eine Art Versicherung: Fällt die Honigbiene witterungsbedingt aus, springen Hummeln und frühfliegende Wildbienen ein.

Bienen im Revier unterstützen - Jagdfakten.at informiert
Die Rolle der Bienen im Wald - Jagdfakten.at informiert
Biene, Jagdfakten.at informiert

Maßnahmen, die Bienen im Garten unterstützen:

Wer im eigenen Garten etwas beitragen will, ist mit einer gut gebauten Nisthilfe aus Hartholz-Bohrungen und Schilfhalmen samt passendem Blütenangebot in unmittelbarer Nähe gut beraten.

Für den Artenschutz im engeren Sinn wirkungsvoller ist allerdings fast immer das, was auf den ersten Blick nach Vernachlässigung aussieht: Ein Mosaik aus blütenreichen, ungemähten und gezielt offen gehaltenen Stellen. Nicht die Pflege an sich schadet den Wildbienen – sondern dass sie meist gleichzeitig auf der ganzen Fläche stattfindet.

Egal ob ein blühender Blumentopf am Balkon, eine Hecke im Feld oder ein Streifen angesäte Blumenwiese im eigenen Garten. Bienenfreundliches Gärtnern ist einfacher als man denkt. Wer mehr Platz im Garten zur Verfügung hat:

  • kann einen Obstbaum pflanzen,
  • ein Gemüsebeet anlegen,
  • mit einem kleinen Teich oder
  • einem Komposthaufen einen Lebensraum für die Bienen.

Mit kleinen Maßnahmen können wir alle im Revier, im Garten oder am Balkon mithelfen, Bienen das ganze Jahr über zu schützen.

Am 20. Mai feiern wir den internationalen Tag der Biene

 

Mit einer Größe zwischen 12 (Honigbiene) bis 28 mm (Blaue Holzbiene) leisten unsere fleißigen Honig- und Wildbienen einen unschätzbaren Beitrag für die Artenvielfalt. Ohne ihre Bestäubung würde unser Ökosystem zusammenbrechen und mit unserer Nahrung würde es mager aussehen. Darum ehren wir alle fleißigen Bienen am 20. Mai, dem internationalen Tag der Biene.

Bienen sind für den Kreislauf des Lebens sind unverzichtbar. Durch ihre Bestäubung vermehren sich zahlreiche Pflanzen und damit entstehen Jahr für Jahr auch viele kostbare Lebensmitteln für uns Menschen. In den vergangenen Jahren ist die Bienenpopulation stetig gesunken. Als Gründe können Pestizide, übermäßiges Düngen, häufiges Rasenmähen und Monokulturen angeführt werden. Die natürliche Bestäubung ist trotz futuristischer Wissenschaften unersetzbar und macht Biene als „Bestäuberinsekt Nummer 1“ unendlich Wertvoll.

Die Biene ist da Bestäuberinsekt Nummer 1

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Pixabay

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