6. April 2018

Schweißhund

Der Schweißhund

Der Österreichische Jagdgebrauchshunde-Verband teilt Jagdhunde in sechs Gebrauchsgruppen ein. Zu einer dieser Gruppen zählt der Schweißhund. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über ihn:

 

„Schweißhund“ – Woher kommt der Name?

Unter Schweiß versteht man in der Jägersprache das Blut von geschossenen oder zum Beispiel durch Verkehrsunfälle verletzten Wildtieren. Schweißhunde haben einen extrem ausgeprägten Geruchssinn und könne die Fährte des „Schweißes“ besonders gut aufnehmen.

 

Die Arbeit des Schweißhundes …

…beginnt „nach dem Schuss“. Sie sind ausgewiesene Nachsuchspezialisten. Schweißhunde werden in der Regel vorrangig bei der Jagd auf Schalenwild eingesetzt.

Als Schalenwild bezeichnen Jäger wildlebende Paarhufer wie Wildschweine (Schwarzwild), die Familie der Geweihträger (Rot-. Dam- und Sikawild; Reh und Elch) sowie die Familie der Hornträger (Gams, Steinwild und Muffelwild). Aber auch bei der Jagd auf Niederwild (zB: Hase, Fasan, Fuchs) kommen Schweißhunde erfolgreich zum Einsatz.

Hat der Hund die Fährte aufgenommen, macht er sich auf die Suche nach dem Wild. Gestartet wird dabei beim „Anschuss“, also jener Stelle, an der das Tier getroffen wurde. Der Schweißhund braucht für seine Arbeit vor allem Zeit und Ruhe. Hat er das Wildtier gefunden gibt es in der Regel zwei Reaktionen des Hundes:

  • Der Hund kommt zum Jäger zurück und führt ihn zum Wild
  • Der Hund „ruft“ sein Herrl indem er „Laut“ gibt.

Bei der Suche nach Niederwild startet der Hund direkt nach dem Schuss mit der Nachsuche. Hier bringt der Hund das erlegte Wild zum Jäger. Dabei ist besondere Vorsicht durch den Jagdhund geboten, dass es zu keiner Beeinträchtigung des Wildbrets kommt.

 

Welche Hunderassen zählen zu den Schweißhunden?

In Österreich sind drei verschiedene Hunderassen als Schweißhunde zur Jagdhundeprüfung zugelassen. Diese sind:

  • Hannoverscher Schweißhund
  • Bayerischer Gebirgsschweißhund
  • Alpenländische Dachsbracke

 

Wo kommt der Schweißhund zum Einsatz?

Der Hannoveraner ist eine etwas schwerere Rasse und wird daher vermehrt im Hügelland und Mittelbgebirge eingesetzt. Der Bayerische Gebirgsschweißhund wird, wie sein Name schon sagt, bevorzugt für die Arbeit im Gebirge und Hochgebirge eingesetzt. Eine strikte Trennung gibt es aber nicht. Beide Rassen können in allen Höhenlagen eingesetzt werden.

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein erstklassiger Schweißhund und hat ihren Ursprung in Österreich. Gerne wird sie zur Nachsuche auf Schalenwild und zur Brackierjagd auf Hase und Fuchs eingesetzt. Die Alpenländische Dachsbracke ist in ihrem Wesen sehr unerschrocken, weshalb sie auch immer öfter zur Jagd auf Schwarzwild eingesetzt wird.

 

WEITERLESEN: Warum braucht der Jäger oder die Jägerin einen Jagdhund?

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