14. September 2018

Jagdbare Wildarten – Rehwild:

Rehwild – ein kurzer Steckbrief

Name: Reh oder Rehwild (Capreolus capreolus), männlich: Rehbock, weiblich: Rehgeiß, Heranwachsende: Schmalreh, Jährlingsbock, Jungtiere: Bockkitz, Geißkitz

Tierfamilie: Schalenwild, Geweihträger, Hirschartige

Größe: Kopf-Rumpf-Länge 100 -140 cm, max. Schulterhöhe 85 cm
Gewicht: 20 – 30 Kg

Brunftzeit: Mitte Juli bis Mitte August
Trächtigkeitsdauer: 40 Wochen davon 18 Wochen Eiruhe. (In der Eiruhe pausiert die Entwicklung der befruchteten Eizelle)

Setzzeit (Wurfzeit): Mai
Junge: 1 bis max. 3 Kitze

Aktivitätszeit:

Rehwild ist hauptsächlich tagaktiv.

Lebensraum:

Rehwild ist sehr anpassungsfähig und kommt praktisch in allen Lebensräumen vor. Bevorzugte Gebiete sind die Waldrandzonen.

Aussehen/ Merkmale:

Die Färbung des Fells, „Decke“ wie der Jäger sagt, ist bei Rehen im Sommer von Geschlecht und Alter abhängig. Im Sommer variieren die Farben zwischen Rotbraun und Fahlgelb.

Die Innenseite der Beine und der Unterbauch haben eine hellere, geblichere Färbung. Das Gesäß hebt sich deutlich vom übrigen Fell ab und ist in der Regel gelblich bis weiß. Rehböcke haben am Kinn einen weißen Fleck.

Die Region rund um die Nase der Rehe ist schwarz. Ausgehend von der Nase bis zur Stirn hoch haben alle Rehe einen Fleck, der farblich von weiß-grau bis grau-schwarz variieren kann. Die Farbe des Winterfells schwankt zwischen Hell- und Dunkelgrau.

Rehe haben einen schlanken Körperbau mit langen Beinen und relativ kleinen Hufen. Der Hals, vom Jäger auch „Träger“ genannt, ist lang und schlank. Der Kopf wird vom Jäger „Haupt“ genannt und ist schmal und kurz.

Der Rehbock bildet jedes Jahr ein neues Geweih aus. Das Geweih besteht aus zwei rundlichen Stangen, die abhängig von der Region bis zu 20 Zentimeter lang werden. Diese Stangen haben bei älteren Böcken in der Regel drei Stangenenden.

Rehböcke nutzen das Geweih zum austragen von Rangordnungskämpfen. Bei ganz alten Böcken nimmt die Größe des Geweihs wieder ab, der Jäger spricht hierbei von „Zurücksetzen“.

 

Ein junger Rehbock im Sommer. Das Geweih ist noch nicht ganz ausgeprägt.

Allgemeines:

Rehwild ist sehr anpassungsfähig hinsichtlich seines Lebensraumes. Diese Anpassung bewirkt auch eine Veränderung des Verhaltens. Es wird grob zwischen Waldreh und Feldreh unterschieden.

Das Waldreh lebt vorzugsweise als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen. Bei Feldrehen wird in den Wintermonaten eine größere Gruppenbildung beobachtet, der Jäger spricht hierbei von „Sprüngen“, die bis zu 100 Tiere umfassen können.

Die Nahrungsaufnahme erfolgt vorwiegend in den frühen Morgen-, Vormittags- und Abendstunden. Zur Nahrung des Rehwildes gehören Kräuter, Gräser, junge Baumtriebe, Knospen, Früchte und Pilze.

Es wird geschätzt, dass Rehe ein Höchstalter von etwa 17 Jahren erreichen können.

Beobachtung von Rehwild:

Rehe kann man besonders gut während der Nahrungsaufnahme auf Wiesen in Waldnähe beobachten. Wenn Rehe bedrängt werden bzw. durch Geräusche oder Geruch beunruhigt werden, flüchten sie unmittelbar und geben dabei Warnlaute von sich.

WEITERLESEN:

Die Besonderheiten der Rehbrunft
Steckbrief – Fuchs
Steckbrief – Dachs

Jagd & Natur

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