Fragt man Kinder und Erwachsene nach Waldtieren, die ihnen spontan einfallen, dann ist eine Antwort in der Regel bei den drei erstgenannten: Das Reh.
Das Rehwild zählt tatsächlich zu den beliebtesten und bekanntesten Wildtierarten. Das hat viele Gründe. Einer ist sicherlich, dass wir dem Rehwild häufiger begegnen als vielen anderen Wildtierarten. Und das nicht nur im Wald, auch am Stadtrand und auf Feldern sind sie immer wieder anzutreffen.

DAS REH
im kurzen Überblick

Es ist also kein Wunder, dass das Reh im Internet zu den meistgesuchten Begriffen rund um die Themen Wald, Natur und Wildtiere gehört.

Auch wir haben bereits zahlreiche Texte geschrieben, die das Rehwild und sein Umfeld, aber auch die Gefahren, denen unsere Wildtiere und damit auch das Reh ausgesetzt sind, betreffen. Dieser Beitrag soll als Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte und Fakten rund um das Rehwild auf unseren Seiten dienen und Ihnen einen kurzen und kompakten Überblick zu einem der beliebtesten Naturbewohnern geben.

Allgemeine Fakten
zum REH

Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt: „Zu welcher Tierfamilie gehört das Rehwild?“, „Wer sind die nächsten Verwandten des Rehs?“, “Wie nennt man männliche und weibliche Rehe in der Fachsprache?” Falls ja – haben wir genau die richtigen Lektüren für Sie, damit Sie sich umfassend informieren zu können:

STECKBRIEF REHWILD
TIERFAMILIE HIRSCHARTIGE

Reinschauen lohnt sich bei beiden Beiträgen, wenn Sie zB. auch Antworten auf folgende Fragen suchen:

→ Wie groß und schwer werden Rehe eigentlich?
→ Wie lange trägt ein Reh?
→ Was frisst ein Reh, wie pflanzt es sich fort?
→ Wie entwickelt sich das Reh und
→ was ist eine Eiruhe?

DAS REH
ist anpassungfähig

Rehe haben sich der vom Menschen geprägten Landschaft – wir sprechen hier auch von „Kulturlandschaften“ – gut angepasst. Daher finden wir das Rehwild als s.g. “Kulturfolger” auch im gesamten Bundesgebiet. Von den bewaldeten Gegenden bis hin zu den Stadträndern. Wo es sich am liebsten aufhält und was Feldrehe von Waldrehen unterscheidet

Sie erfahren es hier!

Als Naturliebhaber weisen wir auf jagdfakten.at auch immer wieder auf die einzelnen Lebensräume hin, die die Natur zu bieten hat. Einer der wichtigsten Lebensräume unserer Wildtiere ist DER WALD, der auch für das Rehwild von enormer Bedeutung ist.

Wussten Sie, dass ein gefällter Baum im Durchschnitt 124 Jahre alt ist? …und warum unsere Wälder so bedeutende Wasser- und CO2-Speicher sind? …und welche heimischen Wildtiere der Wald neben dem Rehwild noch beheimatet?

Mehr über den Wald erfahren

Eine gute Gelegenheit, das Rehwild und weitere Wildtiere zu beobachten, bieten Natur-, Wild- und Nationalparks. Gerade für Familien bieten sie eine willkommene Abwechslung und viele Möglichkeiten: Bewegung an der frischen Luft, Tiere streicheln, füttern oder sie einfach nur beobachten können. Manche dieser Parks bieten darüber hinaus auch weitere Attraktionen zur kindergerechten Freizeitgestaltung an.

Wir stellen Ihnen 5 Naturoasen vor

Bambi
ist kein Rehkitz

Walt Disneys Übersetzer haben sich geirrt: das Bambi in der Zeichentrick-Version ist eigentlich ein Weißwedelhirsch und kein Rehkitz.

Wie es zu dieser „Verwechslung“ kam und welche sonstigen Verwirrungen durch Zeichner und Übersetzungen noch gegeben sind, haben wir für Sie zusammengefasst in:

“Mythos Bambi – Hirsch nicht Reh”

Nur eines gleich vorweg, weil es leider immer wieder zu diesem Irrtum kommt: Der Hirsch ist nicht der Vater vom Rehkitz. >>Rotwild<< und Rehwild gehören zwar beide zur Tierfamilie der Hirschartigen, sind aber zwei unterschiedliche Tierarten.

Rehkitz retten

Jahr für Jahr sterben unzählige Rehkitze auf unseren Wiesen, denn die Rehgeiß legt ihre Kitze nach der Geburt, im Spätfrühling und Frühsommer im hohen Gras ab, um diese vor Fressfeinden zu schützen. Da es zur selben Zeit zur „Mahd“, dem Mähen der Wiesen kommt, werden viele Jungtiere leider von den Mähwerkzeugen erfasst.

Jäger und Landwirte arbeiten hier eng zusammen, um das Leben der Jungtiere zu schützen und zu retten. Dank des technischen Fortschrittes gibt es heute moderne Methoden, um abgelegte Rehkitze rechtzeitig vor der Mahd zu finden. Dazu zählen Wärmebildkameras und der Einsatz von Drohnen. Welche weiteren Methoden eingesetzt werden, um die Tiere zu stören, damit die Muttertiere ihre Jungen aus der Wiese holen:

Lesen Sie hier

Von der Rehgeiß
scheinbar liegen gelassen

Gerade im Frühling, wenn die Rehgeiß – aber auch Feldhasen – ihre Jungen ablegen, kann es zu einem wesentlichen Fehler durch den Menschen kommen. Dann nämlich, wenn wir glauben, einem scheinbar verwaisten Jungtier etwas Gutes zu tun, indem wir es streicheln, oder füttern oder gar an eine „sichere Stelle“ bringen. In diesem Fall wäre gut gemeint genau das Gegenteil von gut gemacht!

Warum? Weil Hase und Reh ihre Jungen von Natur aus während der Nahrungssuche allein liegen lassen. Noch viel wichtiger ist aber, dass diese beiden Wildtiere ihre Jungen oft nicht mehr säugen, wenn sie nach Menschen riechen.

In welchen Fällen ein Rehkitz dennoch „gerettet“ werden darf , was die wichtigsten Do‘s & Dont‘s im Umgang mit Jungtieren sind und welche sechs Kardinalfehler es im Umgang mit jungen Wildtieren zu vermeiden gilt – erfahren Sie in diesen beiden Beiträgen:

Frühling im Wald
Umgang mit jungen Wildtieren

Füttern im Winter?

Dieses Thema gehört zu den Vieldiskutierten. Der zentrale Streitpunkt ist zumeist die Frage, ob unsere Wildtiere ausreichend an den Winter angepasst sind, um selbstständig überleben zu können. Die verkürzte Antwort darauf, auch aus Sicht der Jägerschaft, ist: ja, sie sind es!

Aber unsere Wildtiere können nur selten die Winter dort verbringen, wo sie es von Natur aus machen würden, um ausreichend Nahrung zu finden. Da wir Menschen in den Tälern siedeln und viele Sonnenhanglagen durch Sportgebiete belegt sind, werden unsere Wildtiere in schneereiche Regionen gezwungen, in denen ihnen die Nahrungsaufnahme deutlich schwerer fällt. Einen guten Überblick zu diesem Thema bietet unser jagdfakten.at Spezial:

Fakten zur Winterfütterung

Wildwechsel
Gefahr für Tier und Mensch

Es gibt vermutlich nur wenige Fahrzeuglenkerinnen und -lenker, die nicht schon einmal in der Situation waren, fahrbahnkreuzenden Wildtieren ausweichen zu müssen. Je nach Bezugsquelle, ist in Österreich von 70.000 – 100.000 Wildtieren die Rede, die auf Österreichs Straßen durch Unfälle mit Fahrzeugen ums Leben kommen. Wir wollen mit dem Aufgreifen dieses Themas vor allem auf die Schutzmaßnahmen der Jägerinnen und Jäger aufmerksam machen und deren wichtige Tipps zur Unfallvermeidung publiker machen.

Hintergrundinformationen zu Wildunfällen auf Österreichs Straßen und welche Rolle die Jäger beim Anbringen von Warnsignalen spielen – erfahren Sie hier:

8 Tipps zur Unfallvermeidung

Wildunfälle

Wildunfälle häufen sich nicht nur in der Dämmerung bzw. im Herbst, sondern auch während der Rehbrunft. Während der Paarungszeit im Hochsommer zwischen Mitte Juli und Mitte August, wenn das Rehwild verliebt ist, kommt es zu regelrechten Hetzjagden. Autofahrer sollten daher gerade in diesen Wochen besonders aufmerksam sein und ihr Tempo reduzieren: Vorsicht, verliebte Rehe!

Sollte es doch zu einem Unfall mit einem Wildtier kommen, dann ist es wichtig, richtig zu handeln. Der vermutlich wichtigste Hinweis ist, dass man das verletzte oder verendete Wildtier nicht in das Auto einladen und mitnehmen darf, da es sich sonst um einen Wilddiebstahl handeln würde. Informieren Sie bitte immer den Jäger und die Polizei. Weitere Tipps zur Vorgangsweise bei einem Wildunfall und Antworten auf Fragen rund um das Thema Autoversicherung bei Wildunfällen, finden Sie in unserem:

UNIQA Experteninterview mit Martin Köhler

UNSERE
LESE-EMPFEHLUNG

Bildquellen für diesen Beitrag: Jagdfakten.at/L. Molter

DIESEN
BEITRAG TEILEN