In der Sommer- und Ferienzeit stellen sich viele Eltern fast täglich die Frage: Was unternehmen wir heute?
Natur- und Wildtierparks sind da eine willkommene Abwechslung für alle Generationen. Man bewegt sich an der frischen Luft, kann Tiere beobachten, manchmal auch streicheln und füttern und ab und an bieten unsere heimischen Naturparks auch viele großartige weitere Attraktionen.
jagdfakten.at hat die folgenden fünf Natur-, Wild- und Nationalparks in Österreich besucht, die allesamt empfehlenswert sind:

  • Naturpark Sparbach

  • Wildtierpark Mautern

  • Alpen Wildpark Feld am See

  • Nationalpark Kalkalpen

  • Nationalpark Donauauen

Naturpark Sparbach

Südlich von Wien, in der Hinterbrühl gelegen, gehört er für viele Familien aus der Bundeshauptstadt zu den beliebtesten Ausflugszielen. 1962 gegründet, rühmt sich der Naturpar Sparbach damit, der älteste Naturpark Österreichs zu sein. Das großflächige eingezäunte Areal lädt zu gemütlichen Spaziergängen ein – auch mit dem Kinderwagen – lediglich die ersten Meter nach dem einzigen Eingang zum Naturpark sind etwas steiler, aber durchaus bewältigbar.

Wildschwein im Naturpark Sparbach, Jagdfakten.at informiert

In Sparbach steht die Natur im Vordergrund. Wer den Eventcharakter sucht, wird in diesem Naturpark nicht glücklich. Dennoch ist er perfekt für einen Tagesausflug mit Kindern geeignet. Neben einem Streichelzoo mit Kaninchen, Eseln, Ziegen und Schafen (Futter ist an der Kassa erhältlich) gibt es auch einen großen Abenteuerspielplatz. An Wochenenden und Feiertagen ist die kleine Snackbar beim Spielplatz geöffnet und lädt zum gemütlichen Verweilen ein, während die Kinder spielen. Der Umgebung entsprechend werden dort ab und an auch Wildspezialitäten, wie zum Beispiel Wild-Käsekrainer angeboten.

Apropos Wild: in Sparbach gibt es freilebende Wildschweine. Diese sind zwar an den Menschen gewöhnt, dennoch sind es Wildtiere und daher sollte man auch hier die beschilderten Wege nicht verlassen und einen gebührenden Respektsabstand halten – vor allem im Frühjahr, wenn die Bache mit den Frischlingen unterwegs ist.

Übrigens, was man unter einem Naturpark versteht wird auf der Webseite des Naturparks Sparbach gut erklärt. So ist dort zu lesen: „Die Aktivitäten aller Österreichischen Naturparks werden von den vier Säulen: Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung getragen. Dabei wird ein gleichrangiges Miteinander dieser Bereiche forciert, womit wunderschöne charakteristische Kulturlandschaften und ihre biologische Vielfalt erhalten und in Wert gesteigert werden.“

Abgerundet wird das Naturareal durch drei Ruinenanlagen und einen Grillplatz in der Nähe des Abenteuerspielplatzes, der auf Anfrage und gegen Entgelt genutzt werden kann. Das Anheizen des Feuers erfolgt jedoch durch das Team des Naturparks.

Hunde sind aufgrund der freilebenden Wildschweine im Naturpark Sparbach nicht erlaubt.

Wildtierpark Mautern

Im steirischen Mautern an der A9 gelegen ist „Der Wilde Berg“ nur 15 Minuten von Leoben entfernt und von Graz aus in einer Stunde erreichbar. Hier finden Familien alles was zu einem ereignisreichen Tag gehört. Zahlreiche (Wild)Tiere, eine traumhafte Natur, vielzählige Spielmöglichkeiten und auch Action – etwa beim Wiesengleiter, einer Sommerrodelbahn, oder der Mountain-Kart Strecke.

Auch der Wildtierpark Mautern ist sehr großzügig angelegt. Die Wildtiere leben aber, im Unterschied zu Sparbach, durchwegs in – vom Menschen nicht betretbaren – Gehegen. Eine Ausnahme ist das Gehege des Steinwilds, welches betreten werden kann. Mit informativen Schautafeln erfährt man rasch das Wichtigste über die einzelnen Tiere – von A wie Alpaka bis Z wie Ziege. Die Steckbriefe aller dort lebenden Tiere sind auf der Webseite des Wildtierparks Mautern zu finden.

Erreichbar sind die Wildtiergehege innerhalb des Wildtierparks mit einem 2er-Sessellift. Zwischen Berg- und Mittelstation können die einzelnen Tiere über breite kinderwagentaugliche Wege (Kinderwägen werden vom Liftbetreiber gerne mit dem Sessellift auf den Berg gebracht) beobachtet werden.

Im letzten Drittel vor der Mittelstation beginnt dann der Spiel- und Erlebnisbereich. Neben einem Spielpark mit verschiedenen Attraktionen für kleine und größere Kinder, erfreut sich auch der Kinder-Stadl mit seiner Tunnelrutsche und Kletterwand großer Beliebtheit. Und wer einmal „Strohhüpfen“ will, kommt im Kinder-Stadl ebenfalls auf seine Rechnung. Interessanterweise werden beim Strohhüpfen auch viele Erwachsene gesehen, die anscheinend Kindheitserinnerungen auffrischen.

Die Highlights zum Schluss sind der Wiesengleiter bzw. die Mountain-Kart Strecke. Beide starten bei der Mittelstation, ihre Benützung ist jedoch nicht im Eintrittspreis inbegriffen. Wem diese Variante zu rasant ist, um wieder zum Ausgangspunkt zu gelangen, der kann den Sessellift nutzen oder zu Fuß ins Tal wandern. Dort warten dann noch einmal ein kleiner Spielplatz und ein Buffet, um den Tag ausklingen zu lassen.

Alpenwildpark Feld am See

Feld am See liegt in der Ferienregion Bad Kleinkirchheim in Kärnten und ist somit von vielen Feriendestinationen zwischen Turracher Höhe, Ossiachersee und Millstättersee in rund 30 Minuten erreichbar. Inmitten der Nockberge liegt der familienbetriebene Alpenwildpark Feld am See, der Anfang der 80er Jahre mit einer Damwildzucht begann und Stück für Stück zu seiner heutigen Größe von rund elf Hektar ausgebaut wurde.

Auf angenehm begehbaren Wegen (auch hier sind sie kinderwagenfreundlich) spaziert man durch das sehr schön gestaltete Areal das auch ausreichend Bänke bietet, um auszuruhen oder einfach kurz zu verweilen und die Natur und die Aussicht zu genießen. Viele Tiere bewegen sich frei und sind daher gut für die Besucher zu sehen, oft grasen sie sogar direkt neben dem Weg. Selten kann man Wildtieren so nahe kommen wie hier. Ein Erlebnis für Kinder und Erwachsene, die bisher vielleicht kaum oder nie Rehe, Damwild oder Vierhornschafe in der freien Natur beobachten konnten. Insgesamt leben hier rund 30 verschiedene Tierarten.

Vermutlich einzigartig ist das weitere Angebot des Alpenwildparks Feld am See. Neben dem Wildpark wird den Besucherinnen und Besuchern im ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude ein Museum geboten in dem sich ein Fischmuseum, die „Grizzly-Welt“ mit einer Sammlung von über 200 Ganzpräparaten von Tieren aus der kanadischen Wildnis und im obersten Geschoss die „Afrika-Welt“ befinden.

Für das leibliche Wohl sorgt eine kleine Buschenschank neben der auch ein Spielplatz liegt.

Was ist ein Nationalpark?

Als international anerkannte Schutzgebiete zählen Nationalparks zu den ökologisch wertvollsten Naturräumen eines Landes. Naturschutz und Arterhalt genießen hier oberste Priorität und sorgen für eine weitgehend ungestörte Entfaltung der charakteristischen Tier- und Pflanzenwelt. Hier darf Natur ganz Natur sein. Denn der Verzicht auf jede wirtschaftliche Nutzung auf mindestens 75 % der Fläche ist Voraussetzung für die Errichtung eines Nationalparks. In ihrem Anspruch, Unberührtes erfahrbar zu machen, sind Nationalparks außerdem kostbare Erholungs-, Bildungs- und Forschungsräume.

In Österreich haben wir sechs Nationalparks.

Insgesamt entfallen auf diese 6 Nationalparks drei Prozent des österreichischen Bundesgebiets –
das entspricht einer Fläche von fast 2.400 km².

0
Nationalparks
0%
des heimischen Bundesgebiets
0km2
Fläche in Österreich
  • Nationalpark Donauauen

  • Neusiedler See

  • Gesäuse

  • Thayatal

  • Kalkalpen

  • Hohe Tauern

Hirsch, Rotwild, Jagdfakten.at

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Nationalpark Kalkalpen

Der international anerkannt Nationalpark Kalkalpen liegt im Zentrum von Österreich und ist von Wels oder Steyr in einer guten Stunde, von Linz in rund 80 Minuten erreichbar.

Der Nationalpark Kalkalpen bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen, für die verschiedensten Zielgruppen, immer der Jahreszeit entsprechend. Das beginnt bei Kurzführungen, die einen ersten Eindruck über die vielfältige Natur des Nationalparks vermitteln und endet bei Spezialführungen – wie zum Beispiel über den Luchs. Zwei Veranstaltungen wollen wir hier herausgreifen – ohne jedoch alle anderen zu schmälern.

Das sind zum einen die Familien Camps: Hier schläft man zwar in Mehrbettzimmern auf einer Hütte, untertags lebt man aber ausschließlich in der Natur. Jung und Alt lernen hier Feuer zu machen, Tierfährten zu lesen und bekommen Informationen über verschiedenste Kräuter. Zudem werden Nachtwanderungen und unterschiedlichste Spiele angeboten. Das Wichtigste aber: es gibt KEINEN Handyempfang. Was hier zählt, sind einzig und allein die Natur und die Menschen, mit denen man sich auf dieses Abenteuer begibt.

Das zweite Highlight, das wir hier erwähnen wollen, ist die sogenannte „Hirschlos´n“. Diese Spezialführungen finden im Herbst, zur Brunftzeit des Rotwilds statt. Bei dieser vier bis zu fünf stündigen Tour haben Sie die einmalige Chance, den mächtigen Rufen der Hirsche – dem Röhren – beizuwohnen und vielleicht erleben Sie auch, wie es zu einem Kräftemessen zwischen zwei Rivalen kommt. Dieses Naturschauspiel der Hirschbrunft ist jedenfalls ein unvergessliches Erlebnis.

Wer die Natur lieber allein – ohne Führungen – erforscht, oder einfach nur wandern will, dem stehen im Nationalpark Kalkalpen zahlreiche Wege mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden zur Verfügung.

Freizeittipps Nationalparks in Österreich, Hirschlos'n im Nationalpark Kalkalpen, Jagdfakten.at

Nationalpark Donauauen

In Wien (der Lobau) und vor den Toren Wiens entlang der Donau gelegen bietet der Nationalpark Donauauen eine naturbelassene Aulandschaft, wie wir sie sonst nicht mehr oder nur noch ganz selten vorfinden. Mit 65% Auwald-, 15% Wiesen- und ca. 20% Wasserflächen, bietet dieser Nationalpark ein „grünes Band“ zwischen den Ballungsräumen Wien und Bratislava.

Auch hier werden informative Führungen für Groß und Klein angeboten, die familiengerecht über die Tier- und Pflanzenwelt dieses Naturrefugiums informieren. Wie schon beim Nationalpark Kalkalpen wollen wir auch hier spezielle Führungen herausgreifen, weil sie einzigartig für diesen Nationalpark sind: die Bootstouren.

Bei diesen Touren, die im Schlauboot, Kanu oder auch mit dem Nationalparkboot direkt von der Wiener City aus durchgeführt werden, haben Sie die Chance die Donau und ihre Seitenarme und Auengebiete auf eine völlig neue Art zu entdecken. Die Teammitglieder des Nationalparks geben dabei einen umfassenden Einblick in den Naturkreislauf und machen auf die unterschiedlichsten Zusammenhänge aufmerksam.

Außer dem Wasser und seiner Tier- und Pflanzenwelt sind im Nationalpark auch viele Wildtiere zu beobachten. Neben dem Biber und dem Fischotter, die diesen Lebensraum besonders schätzen sind auch Rotwild und Rehe, Wildschweine und verschiedene Marderarten aber auch Rotfuchs, Dachs, Eichhörnchen und viele Insekten und Amphibien in den Donauauen zu finden.

Autor:

Walter Gröblinger

Walter Gröblinger ist seit 2018 ständiger Redakteur für jagdfakten.at und hat als Nicht-Jäger, Naturfreund und Familienvater einen anderen Blickwinkel auf das Thema Jagd.

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Bildquellen für diesen Beitrag:
Jagdfakten.at/W. Gröblinger
Dieter Nagl
Pixabay

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