25. September 2016

Erhaltung der Lebensräume und des Wildbestands

In diesem Beitrag wollen wir darauf eingehen, wie wichtig die Erhaltung der Lebensräume für den Bestand der Wildtiere ist. Denn um gesund und artenreich überleben zu können, benötigen Wildtiere vier besonders wichtige Dinge, die natürliche Lebensräume auszeichnen:

  • Genügend Deckung – also Plätze zum Verstecken,
  • Ausreichend Äsung – also ein reichhaltiges Nahrungsangebot,
  • Sauberes Wasser und
  • Ruhe, um sich in Wald und Feld – der Wohnung des Wildes – ungestört und stressfrei erholen zu können.

In Österreichs Kulturlandschaften kommt es zu unwiederbringlichen Bodenverlusten. Aufgrund von Flächenversiegelungen durch Verkehr, Industrie und Wohnbau verlieren wir täglich rund 15 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Der Bodenverlust ist in Österreich um 50 % höher als in Deutschland. Gleichzeitig ist die Waldfläche seit dem Zweiten Weltkrieg um mehr als die Fläche des Bundeslandes Vorarlberg gewachsen, wobei anzuführen ist, dass Wald ohne Krautschicht keinen optimalen Lebensraum darstellt.

So wird Lebensraum für heimische Wildarten immer weiter reduziert. Durch den stetigen Eingriff des Menschen kann sich die Natur nicht mehr selbst regulieren: Sogenannte Kulturflüchter finden nicht mehr genug Platz, Kulturfolger können überhand nehmen und andere Arten negativ beeinflussen.

Maßnahmen zur Erhaltung der Lebensräume

Österreichs Jäger betreiben aktiven Naturschutz und Tierschutz durch proaktive Gestaltung optimaler Lebensräume für Wildtiere. Die Aufgaben, die von der Jägerschaft übernommen werden, sind vielfältig:

  • Sie pflanzen Hecken,
  • gestalten Brachland als Wildäcker oder Wildwiesen und
  • schaffen Übergangsbereiche an Waldrändern.

Auch durch neu geschaffene oder revitalisierte Feuchtbiotope werden Flora und Fauna tatkräftig unterstützt. Und oft genügt es schon, ungenutzte Wiesenstreifen nicht grundlos abzumähen, sondern einfach brach liegen zu lassen.

Um ganzheitlich und nachhaltig wirken zu können, ist die Arbeit der Jäger damit natürlich noch nicht getan. So wird z. B. auch in forstlich genutzten Waldgebieten eine naturnahe Waldbewirtschaftung zunehmend forciert. Denn die rechtzeitige Durchforstung und Vorlichtung oder Förderung von Mischbaumarten sorgt für deutliche Lebensraumverbesserung. Diese sorgt für mehr Nahrungsangebot und vermeidet dadurch eventuelle Wildschäden im Wald. Zusätzlich setzen sich Jäger dafür ein, dass ungenutzte Almen nicht zuwachsen.

Die Jägerschaft kämpft mit vielen Grundeigentümern für die Erhaltung naturbelassener Lebensräume und betreibt damit ebenso aktiv Landschafts-, Natur- und Tierschutz, um auch künftigen Generationen artenreiche Wildtierbestände zu erhalten.

 

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