
Der Greifvogel aus dem hohen Norden.
Er legt jeden Winter weite Strecken zurück und besucht dabei auch Österreich.
Mehr Infos erfahrt ihr in diesem Steckbrief:
RAUFUSSBUSSARD
STECKBRIEF
Name: Raufußbussard (Buteo lagopus)
Männchen: Terzel
Weibchen: Weibchen
Junge: Junge
Junges im Horst: Nestling
Noch nicht flügger Jungvogel außerhalb des Nests: Ästling
Tierfamilie: Habichtartige
Größe: 49-59 cm
Flügelspannweite: 123-140 cm
Gewicht: 600-1.300 g
Paarungszeit (Balz): Februar-Mai
Brutzeit: Mai-Juli
Brutdauer: 28-31 Tage
Eier: 3-5
Wie sieht ein Raufußbussard aus?
Der Raufußbussard ähnelt dem Mäusebussard, lässt sich aber gut an seinem weißen Schwanz mit einer breiten schwarzen Endbinde erkennen. Beim Männchen sind zusätzlich mehrere schmale schwarze Bänder auf dem Schwanz zu sehen. Sein Kopf ist meist heller gefärbt, und an der Unterseite der Flügel befinden sich auffällige dunkle Flecken.
- Besonders typisch sind die bis zu den Zehen befiederten Beine, die ihm auch seinen Namen geben.
- Außerdem besitzt der Raufußbussard einen kräftigen, hakenförmigen Schnabel und starke Fänge, mit denen er seine Beute fängt und festhält.
- Seine Beine sind gelb, der Schnabel bläulich, die Wachshaut (weicher, unbefiederter Hautbereich direkt über dem Oberschnabel) gelb und die Augen sind bei erwachsenen Vögeln braun, bei Jungvögeln gelb.
Was macht diesen Greifvogel so besonders:
Wo leben Raufußbussarde?
Lebensraum und Vorkommen:
Der Raufußbussard lebt hauptsächlich in den Tundra- und Taigagebieten des hohen Nordens in Europa, Asien und Nordamerika.
Häufig ist er in der Nähe von Gewässern anzutreffen. Sein Brutgebiet liegt oft in der Nähe oder nördlich des Polarkreises. In Österreich kommt er nicht das ganze Jahr über vor, sondern ist nur im Winter als Gast aus Skandinavien anzutreffen. Besonders häufig wird er dann im Osten Österreichs beobachtet.
Lebensweise und Sozialverhalten:
Der Raufußbussard lebt außerhalb der Brutzeit meist allein.
Während der Brutzeit bilden Männchen und Weibchen ein monogames Paar und bauen gemeinsam ein Nest. Das Weibchen bebrütet die Eier etwa einen Monat lang, während das Männchen die Nahrung beschafft. Die Jungen sind Nesthocker und werden auch nach dem Ausfliegen noch mehrere Wochen von ihren Eltern gefüttert, bis sie selbstständig jagen können. Nach etwa 34 bis 45 Tagen sind sie flugfähig.
Was frisst eine Raufußbussard?
Der Raufußbussard ernährt sich hauptsächlich von Kleinsäugern, vor allem von Wühlmäusen und anderen kleinen Nagetieren. Sind diese nur schwer zu finden, jagt er auch kleinere Vögel. Aas spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Feinde & Bedrohungen
Ausgewachsene Raufußbussarde haben nur wenige natürliche Feinde. Ihr Bestand wird vor allem durch das Nahrungsangebot, die Größe ihres Reviers und die Konkurrenz mit anderen Greifvögeln beeinflusst. Jedoch können Eier und Jungvögel von Möwen, Schneeeulen sowie größeren Raubtieren wie Polarfüchsen und Wölfen gefährdet sein.
UNSERE
LESE-EMPFEHLUNG
Bildquellen für diesen Beitrag: © Envato – Dennis Jacobsen
Autor für diesen Beitrag: V. Toff / Jagdfakten.at
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