Österreichischer Falknerbund

8. Juni 2017

Österreichischer Falknerbund

Portrait: Österreichischer Falknerbund

Wir möchten auch in Zukunft altes Wissen und Können wahren, aber auch neue Erkenntnisse fördern. Für unsere Mitglieder wollen wir Fundament und Dach zugleich sein, bei Anliegen beratend zur Seite stehen und den Weg in eine gemeinsame Zukunft ebnen.

Der Österreichische Falknerbund

Der Österreichische Falknerbund wurde im Jahre 1950 gegründet und ist somit der älteste Falknerverband Österreichs. Als größter Verband ist der ÖFB in allen Bundesländern vertreten und eint Falknerinnen und Falkner, sowie Greifvogelfreunde aus ganz Österreich.

Auch internationale Falkner haben im Laufe der Jahre zum ÖFB gefunden. Mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen die Mitglieder ihren ÖFB bei vielen jagdpolitischen Arbeiten, weiters fließt ein Teil des Mitgliedsbeitrages in die Abgaben an CIC (Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd) und IAF (Internationale Gemeinschaft für Falknerei). Der Österreichische Falknerbund ist stets bestrebt, die Falknerei als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO auf Kurs zu halten und die Qualität der Ausübung dieser traditionellen Jagdart zu gewährleisten.

Falknerinnen und Falkner sind in erster Linie Jäger, die von den Niederwildbeständen abhängig sind. Daher leisten sie regelmäßig Beiträge durch Fachsymposien, Unterstützung von Niederwildprojekten und Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit um unsere liebsten Wildarten zu erhalten. Der Schulterschluss mit den Landesjagdverbänden ist ihnen ein großes Anliegen.

Auch die Aus- und Weiterbildung der nächsten Generation an Falknerinnen und Falknern ist ein wichtiger Faktor. Um das alte Wissen um die Falknerei auf hohem Niveau halten zu können, zählt die Verankerung der Falknerprüfung im Jagdgesetz zu den größten Zielen.

Falknerei – Immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO

Der 5. Dezember 2012 ist für die österreichische Falknerei ein ganz besonderes Datum. Denn an diesem Tag wurde die Falknerei vom Zwischenstaatlichen Komitee der UNESCO zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes in Paris einstimmig auf die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit gesetzt. Mit dieser Liste unterstützt die UNESCO weltweit kulturelle Traditionen, die Pflege und Schutz benötigen, damit diese bewahrt und an zukünftige Generationen weitergegeben werden können und somit lebendig bleiben.

Nur so können vom Vergessen bedrohte Traditionen ihre identitätsbildende und sinnstiftende Funktion in der Gesellschaft erfüllen. Dies ist durchaus als der größte Erfolg des Österreichischen Falknerbundes und der Österreichischen Falknerei in der österreichischen Geschichte zu feiern.

Grundlage der Liste ist das UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes, das im Rahmen der 32. Generalversammlung im Jahr 2003 beschlossen und im April 2006 in Kraft trat. Bisher haben 148 Staaten dieses Übereinkommen ratifiziert.

Die Submission der Falknerei ist die größte und multinationalste, die je bei der UNESCO unter dieser Konvention eingereicht wurde, und erhielt besonderes Lob durch die internationale Staatengemeinschaft als „außergewöhnliches Beispiel für die zwischenstaatliche Zusammenarbeit und exemplarische Qualität der bereitgestellten Informationen“. Die ursprüngliche Forderung zur Anerkennung dieser über 4000 Jahre alten Jagdkunst als Immaterielles Kulturerbe stammt aus Österreich.

In Österreich wurde die Falknerei bereits 2010 als erstes immaterielles Kulturerbe in das nationale Verzeichnis aufgenommen. Neben der klassischen Reitkunst und der Spanischen Hofreitschule sowie dem Schemenlauf in Imst ist die Falknerei eines von drei Kulturgütern, die es zur Aufnahme in die weltweite Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit geschafft haben. Jedoch ist lediglich die Falknerei in allen Bundesländern Österreichs vertreten.

 

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