
Der majestätische Höckerschwan
gilt als Symbol für Liebe, Eleganz und Treue und fasziniert mit seinem weißen Gefieder, dem langen Hals sowie seinen kraftvollen Flügeln. Als einer der bekanntesten Wasservögel Europas beeindruckt der Höckerschwan nicht nur durch sein elegantes Erscheinungsbild, sondern auch durch seine außergewöhnliche Lebensweise, seinen Lebensraum, seine Nahrung und zahlreiche spannende Besonderheiten.
HÖCKERSCHWAN
STECKBRIEF
Name: Höckerschwan (Cygnus olor)
männlich: Erpel
weiblich: Ente
Jungtier: Jungente
Tierfamilie: Entenvögel
Körperlänge: bis zu 1,6 m
Flügelspannweite: bis zu 240 cm
Gewicht: bis 15 kg, Männchen sind schwerer
Paarungszeit (Balz): März- April
Brutdauer: 35-38 Tage
Gelege: 5-8 große, gelbliche Eier
Alter: bis zu 40 Jahre
Wie sieht ein Höckerschwan aus?
Der Höckerschwan ist der größte und schwerste Schwimmvogel Mitteleuropas und durch sein elegantes Erscheinungsbild leicht zu erkennen.
Erwachsene Tiere besitzen ein strahlend weißes Gefieder und einen langen Hals, den sie oft in einer typischen S-Form halten. Besonders auffällig ist der orangefarbene Schnabel mit dem großen schwarzen Stirnhöcker, dem der Höckerschwan seinen Namen verdankt. Dieser Höcker ist bei männlichen Tieren deutlich stärker ausgeprägt als bei Weibchen.
Schnabelspitze, Nasenlöcher, Schneidekanten sowie Beine und Füße sind schwarz gefärbt. Der Schwanz ist lang und spitz zulaufend. Zwischen den Zehen befinden sich kräftige Schwimmhäute, die wie Paddel wirken und beim Schwimmen unterstützen. Außerdem besitzt er ein wasserabweisendes Gefieder, das durch ein öliges Sekret aus der Bürzeldrüse bei der Gefiederpflege eingefettet wird. Junge Höckerschwäne unterscheiden sich deutlich von den erwachsenen Vögeln: Ihr Jugendkleid ist zunächst bräunlich-grau und färbt sich erst mit zunehmendem Alter weiß.
Was macht den Höckerschwan besonders:
Wo lebt der Höckerschwan?
Lebensraum und Vorkommen:
In Europa gibt es drei Schwanenarten: den Höckerschwan, den Singschwan und den Zwergschwan. In Österreich brütet jedoch nur der Höckerschwan regelmäßig. Besonders wohl fühlt sich der Höckerschwan auf ruhigen Seen, Parkteichen und Fischteichen im Tiefland. Im Winter hält er sich oft auch an offenen Flussläufen auf. Häufig ist er gemeinsam mit Stockenten, Blässhühnern und Möwen an Futterplätzen zu beobachten. Bekannte Lebensräume sind unter anderem der Neusiedler See, die Donauauen sowie viele Seen in Kärnten und im Salzkammergut.
Lebensweise und Sozialverhalten:
Höckerschwäne leben meist in lebenslanger Einehe und bleiben ihrem Partner viele Jahre treu. Auch ihrem Lebensraum sind sie stark verbunden: Oft nutzen sie über lange Zeit denselben Brutplatz und bauen dort ihr Nest aus Schilf, Zweigen und Ästen am Ufer oder direkt auf dem Wasser. Da das Nest jedes Jahr erweitert und erneut verwendet wird, kann es mit der Zeit beeindruckende Größen erreichen.
Außerhalb der Brutzeit wirken sie oft ruhig und wenig scheu, zur Brutzeit hingegen verteidigen sie ihr Revier sehr entschlossen gegen andere Schwäne oder mögliche Feinde. Dabei richten sie ihre Flügel segelartig auf, ziehen den Hals zurück und versuchen Eindringlinge mit lautem Fauchen zu vertreiben. Reicht das nicht aus, greifen sie mit kräftigen Schnabelbissen und Flügelschlägen an. Beide Partner kümmern sich gemeinsam um das Brüten und die Aufzucht der Jungen.
Die Schwanenküken sind Nestflüchter und verlassen kurz nach dem Schlüpfen das Nest und schwimmen gemeinsam mit ihren Eltern über das Wasser. Erst im Alter von etwa drei bis vier Jahren brüten sie zum ersten Mal. Die Höckerschwäne sind sowohl tagsüber als auch nachts aktiv. Einen großen Teil ihres Tages verbringen sie mit Nahrungssuche, Gefiederpflege und dem Bewachen ihres Reviers.
Was frisst ein Höckerschwan?
Höckerschwäne ernähren sich hauptsächlich von Wasser- und Sumpfpflanzen. Zusätzlich stehen auch kleine Wassertiere wie Muscheln und Schnecken auf ihrem Speiseplan. Bei der Futtersuche tauchen sie ihren langen Hals tief unter Wasser – dieses Verhalten nennt man „gründeln“. Dabei erreichen sie Tiefen von bis zu 70 bis 90 Zentimetern, um Pflanzen vom Gewässerboden zu holen. Aber nicht nur im Wasser werden sie fündig: Auf Wiesen und Feldern fressen sie auch Gras sowie Getreidepflanzen. Während des Gefiederwechsels benötigen Höckerschwäne besonders viel Energie und nehmen täglich bis zu 4 Kilogramm Nahrung auf.

Feinde & Bedrohungen
Vor allem junge Küken sind Gefahren ausgesetzt. Große Hechte zählen zu ihren wichtigsten Feinden im Wasser. Zum Schutz tragen die Elterntiere ihre Jungen oft auf dem Rücken, besonders beim Schwimmen über tiefere Gewässer. Ausgewachsene Höckerschwäne haben in Mitteleuropa nur wenige natürliche Feinde, gelegentlich den >> Seeadler.
UNSERE
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Bildquellen für diesen Beitrag: © Pixabay
Autor für diesen Beitrag: V. Toff / Jagdfakten.at
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