1. September 2017

Safari – Der Preis fürs Töten

Stellungnahme der Redaktion von Jagdfakten.at zu einem Bericht im ORF, der am 30. August 2017 ausgestrahlt wurde.

Am 30.8.2017 hat der ORF im Format „WELTjournal+“ einen Bericht über Safaris in Südafrika ausgestrahlt. Der Schwerpunkt des Berichts handelte von der „Jagd“ auf „Canned Lions“ – also „Dosenlöwen“ oder „Konservenlöwen“ – und Zuchttiere.

Der Bericht vermittelt nach unserer Meinung unter dem Oberbegriff  „Jagd“ ein verzerrtes Bild, dem wir gerne heute die deklarierte Haltung der internationalen und der österreichischen Jägerschaft entgegenstellen wollen sowie in weiterer Folge auch anhand von recherchierten Fakten ein ausgewogenes Bild der Situation darlegen wollen. Wir wehren uns dagegen, dass durch unausgewogene Berichte Vorurteile gegen die Jagd und die Jäger geschürt oder verstärkt werden.

 

Internationale und österreichische Jagdverbände lehnen Jagd auf „Canned Lions“ ab!

Was sagen die Jäger und die Jagdvereinigungen dazu?
Zunächst muss klargestellt werden sein, dass der Abschuss von „Konservenlöwen“ mit Jagd rein gar nichts zu tun hat! Das ist die eindeutige Haltung der Jägerschaft. Die österreichische Delegation des CIC – International Council for Game and Wildlife Conservation (Internationaler Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd) unterstützt unmissverständlich die CIC-Position, wonach

„ … alle nationalen und internationalen Jagdorganisationen und -verbände aufgefordert (werden), sich dem CIC in der Verurteilung dieser unethischen Praxis, des ,Canned Lion Shooting‘, anzuschließen, und den Regierungen und Wildtierbehörden eindringlich nahe gelegt wird, starke gesetzliche und institutionelle Systeme und Maßnahmen einzuführen, um den Abschuss von Zucht-Löwen in Kleinstgattern zu stoppen.“

Die im Bericht dargestellte

Produktion manipulierter Zuchttiere für Abschusszwecke ist keine Jagd.

Der CIC hält in seiner diesbezüglichen Deklaration schon 2006 unmissverständlich fest, dass er

„unethische Manipulation von Wildtieren, um Trophäen zu produzieren, verurteilt.“

Diese Position teilen ausdrücklich auch der Präsident der Vereinigung aller Europäischen Jagdverbände, Dr. Michl Ebner, und der Vorsitzende der österreichischen Jagdverbände LJM DI (FH) Anton Larcher.

 

Safari – Jagd auf „Canned Lions“: Welche Rolle spielen diese Praktiken tatsächlich?

Die Jagd bringt Südafrika jährlich mehr als hundert Millionen Euro an Einnahmen. Die Anzahl der wildlebenden Tiere in Südafrika hat sich in den letzten 50 Jahren mehr als vervierfacht, weil die einheimischen Wildarten besser an die Habitate angepasst werden.

Wildtiere haben durch die Jagd einen so hohen Wert erhalten, dass unzählige Rinderfarmen die Haltung der nicht autochthonen Haustiere aufgeben und auf Farming lokaler Wildtiere umsteigen konnten.

Wie viele von den rund 22 Millionen Wildtieren, die heute in Südafrika leben und bejagt werden, sind nun „Konservenlöwen“, die abgeschossen werden? 15, 50 oder 150? Wie hoch ist der Anteil an den 100 Millionen Einnahmen aus der Jagd, der durch den Abschuss von „Konservenlöwen“ lukriert wird? Konkrete Zahlen und Verhältnismäßigkeit haben wir leider nicht erfahren.

Jagdfakten.at wird die Zahlen und Fakten aus Südafrika beschaffen und demnächst berichten: Korrekt und ausgewogen –  über Schönes und Unschönes gleichermaßen.

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