
Blütenreiche Lebensräume für Bienen schaffen:
Bienen finden in strukturreichen Revieren wertvolle Nahrung und geeignete Lebensräume. Blühende Wildpflanzen, heimische Sträucher, Waldränder und ungestörte Kleinstrukturen können vor allem Wildbienen zugutekommen. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Nahrungs- und Nistplatzangebot gezielt verbessern. Dieser Beitrag informiert, wie Bienen im Revier unterstützt werden können und worauf es dabei ankommt.
BIENEN im REVIER
unterstützen
Aus Sicht der Revierarbeit sind Bienen von großer Bedeutung – aus drei Gründen:
- Sie fördern durch ihre Bestäubungsleistung den Fruchtansatz zahlreicher Wildpflanzen und -sträucher.
- Maßnahmen, die den Bienen helfen, kommen auch dem Niederwild zugute: etwa blütenreiche Säume, Brachen, Hecken und strukturreiche Feldränder.
- Küken von Rebhuhn, Fasan sowie von Auer- und Birkwild sind in den ersten Lebenswochen in hohem Maße auf Insekten und andere Wirbellose angewiesen. Ein insektenreiches Revier schafft daher wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kükenaufzucht.
Maßnahmen, die Bienen im Revier unterstützen:
Wer im eigenen Garten etwas beitragen möchte, kann eine fachgerecht gebaute Nisthilfe mit sauberen Bohrungen in abgelagertem Hartholz und geeigneten Schilfhalmen anbieten. Wichtig ist ein vielfältiges Blütenangebot in unmittelbarer Nähe. Nisthilfen kommen allerdings nur einem Teil der Wildbienenarten zugute, denn die meisten von ihnen nisten im Boden.
Für den Artenschutz meist noch wirkungsvoller ist deshalb, was auf den ersten Blick nach Vernachlässigung aussieht: ein Mosaik aus blütenreichen, ungemähten und gezielt offen gehaltenen Stellen. Nicht die Pflege an sich schadet den Wildbienen, sondern vor allem, wenn sie gleichzeitig auf der gesamten Fläche erfolgt.
Ob ein blühender Topf auf dem Balkon, eine Hecke, ein Streifen mit heimischen Wildblumen oder eine kleine Blumenwiese im Garten – bienenfreundliches Gärtnern ist einfacher, als man denkt. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, kann außerdem:
- einen Obstbaum oder heimische Blütensträucher pflanzen,
- ein blühendes Gemüse- und Kräuterbeet anlegen,
- mit einem kleinen Teich oder einer flachen Wasserschale eine sichere Wasserstelle schaffen,
- einen naturnahen Komposthaufen anlegen und
- ungestörte Bodenstellen, Totholz und abgestorbene Pflanzenstängel erhalten.
Mit solchen Maßnahmen können wir im Revier, im Garten und auf dem Balkon dazu beitragen, Bienen möglichst über die gesamte Saison Nahrung, Wasser und geeignete Nistplätze anzubieten.
Vogelbeere, Schlehe, Weißdorn, Holunder, Himbeere, Brombeere, Wildapfel & Co. tragen nur dann reichlich Früchte, wenn ihre Blüten gut bestäubt wurden, und genau diese Früchte sind im Spätsommer und Herbst eine tragende Säule der Äsung für verschiedene Tierarten.
Honigbiene und Wildbienen ergänzen sich dabei: Einige Hummelarten sind bereits bei wenigen Grad über null aktiv. Honigbienen beginnen ihre regelmäßigen Sammelflüge meist erst bei höheren Temperaturen; häufig werden rund 10 bis 12 Grad als Richtwert genannt. Gerade während der Obst- und Weidenblüte, wenn kühleres Wetter häufig ist, ist dieses breite Bestäuberspektrum daher eine Art Versicherung: Fällt die Honigbiene witterungsbedingt aus, bleiben Hummeln und andere früh fliegende Wildbienen aktiv.
Maßnahmen, die Bienen im Garten unterstützen:
Wer im eigenen Garten etwas beitragen will, ist mit einer gut gebauten Nisthilfe aus Hartholz-Bohrungen und Schilfhalmen samt passendem Blütenangebot in unmittelbarer Nähe gut beraten.
Für den Artenschutz im engeren Sinn wirkungsvoller ist allerdings fast immer das, was auf den ersten Blick nach Vernachlässigung aussieht: Ein Mosaik aus blütenreichen, ungemähten und gezielt offen gehaltenen Stellen. Nicht die Pflege an sich schadet den Wildbienen – sondern dass sie meist gleichzeitig auf der ganzen Fläche stattfindet.
Egal ob ein blühender Blumentopf am Balkon, eine Hecke im Feld oder ein Streifen angesäte Blumenwiese im eigenen Garten. Bienenfreundliches Gärtnern ist einfacher als man denkt. Wer mehr Platz im Garten zur Verfügung hat:
- kann einen Obstbaum pflanzen,
- ein Gemüsebeet anlegen,
- mit einem kleinen Teich oder
- einem Komposthaufen einen Lebensraum für die Bienen.
Mit kleinen Maßnahmen können wir alle im Revier, im Garten oder am Balkon mithelfen, Bienen das ganze Jahr über zu schützen.
Am 20. Mai feiern wir den internationalen Tag der Biene
Von nur wenigen Millimetern kleinen Wildbienenarten bis zur Blauen Holzbiene mit einer Körperlänge von bis zu 28 Millimetern reicht die beeindruckende Vielfalt der Bienen. Allein in Österreich kommen rund 700 Wildbienenarten vor. Dazu gehört auch die Honigbiene, die als Nutztier von Imkerinnen und Imkern betreut wird. Der Weltbienentag am 20. Mai macht auf die Bedeutung dieser vielfältigen Bestäuber und auf die Notwendigkeit ihres Schutzes aufmerksam.
Bienen bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen und tragen damit wesentlich zur biologischen Vielfalt sowie zur Entstehung von Früchten und Samen bei. Viele wild lebende Bestäuberarten gehen in Europa jedoch in ihrer Häufigkeit und Vielfalt zurück. Zu den wesentlichen Ursachen zählen der Verlust geeigneter Lebensräume und Nistplätze, ein zu geringes oder einseitiges Blütenangebot, intensive Landnutzung, Pestizide und der Klimawandel. Der Schutz der Bienen bedeutet deshalb immer auch, ihre unterschiedlichen Lebensräume und die Vielfalt unserer Landschaft zu erhalten.

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Bildquellen für diesen Beitrag:
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