6. Juni 2018

Filmtipp – Auf der Jagd

Filmtipp: AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR?

 

Seit 24. Mai läuft der Film „AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR?“ in den heimischen Kinos. Der Film beleuchtet einen faszinierenden Mikrokosmos: unseren Wald. Er beschäftigt sich damit, was Natur ist, ob es sie überhaupt noch gibt und wie der Mensch seinen Lebensraum mit dem Wildtier teilt.

 

Wie kam es zu dem Film?

„Ich hatte viele Artikel wahrgenommen, in denen Jäger sehr schlecht wegkamen. Da dachte ich, das kann so nicht sein, das wollte ich selbst kennen lernen“, erklärt Alice Agneskirchner, die für Buch und Regie des Films verantwortlich zeichnet, wie es zu diesem Film kam. Sie wollte „philosophische Gedanken ergründen”:

  • Wem gehört die Natur?
  • Wie kann ein Zusammenleben von Mensch und Tier im Wald aussehen?
  • Und: Wie kann man die Diskussion darüber versachlichen?

Agneskirchner ist es gelungen, ein unvoreingenommenes Bild über die Jagd in Deutschland zu zeichnen, bei dem Menschen mit den unterschiedlichsten Ansichten zu Wort kommen: Jäger, Förster, Waldbesitzer, Wildbiologen, Tierschützer, Bauern und Forstbeamte – sie alle sind Bestandteil des Dokumentarfilmes, der mit wunderbaren Naturbildern besticht.

Dennoch ist anzumerken, dass der Film nicht 1:1 auf Österreich umzulegen ist. Zu unterschiedlich sind Jagdsysteme, Topographien und Politik in den beiden Ländern.

 

Kernaussage des Films

Zum Kreislauf des Lebens gehört auch der Tod: Jede Pflanze, jeder Baum, jedes Insekt oder Tier, befindet sich wie der Mensch im stetigen Kreislauf von Leben und Tod. Doch während die Gesellschaft immer mehr Wert darauf legt, sich das irdische Leben so komfortabel und luxuriös als möglich einzurichten, wird die Auseinandersetzung mit dem Tod ausgeblendet.

Der Tod findet hinter den Kulissen statt. Dieses Ausblenden der Vergänglichkeit des Lebens führte in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu einer Entfremdung des Menschen von der Natur.

Von Fertiggerichten, über eingeschweißtes Obst bis zum steril verpackten Steak – die Ware im Supermarkt lässt kaum mehr auf ihren Ursprung schließen. Das Schlachten von Tieren zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung ist ein Prozess, den viele Menschen ausblenden. Und daher werden die Jagd und das Schlachten von vielen Menschen auch immer skeptischer gesehen.

 

Der Film AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR? setzt sich kritisch mit der Frage auseinander:

  • Wo stehen wir in der Natur?
  • Wer gibt uns das Recht wilde Tiere zu töten?
  • Oder wer sagt, dass es Unrecht ist?

Der Film zeigt sechs besondere Jägerinnen: Ureinwohnerinnen Kanadas, die nach ihren alten Traditionen in den Gebieten jagen, in denen bereits ihre Vorfahren zur Jagd gingen. Auf diesen Filmausschnitt angesprochen meint die Regisseurin Agneskirchner:

„Keiner käme auf die Idee, die Jagd der Ureinwohner Nordamerikas oder Afrikas als moralisch nicht korrekt zu empfinden. Warum denken wir das von den hiesigen Jägern?“

 

Die Schattenseiten

Verherrlicht werden die Jägerinnen und Jäger in diesem Fall aber keinesfalls – es werden auch die Schattenseiten der Jagd gezeigt. In dem Filmabschnitt über den Wolf, der nicht gejagt werden darf, wird klar deutlich gemacht, wie komplex die Frage rund um den richtigen Umgang mit unseren Wildtieren ist und wie manche doch versuchen aus den Regularien auszubrechen.

Eine Antwort, ob die Anwesenheit von Wölfen in deutschen Wäldern ohne Regulierung mit der stetigen und gleichzeitigen Nutzung der Natur durch den Menschen möglich ist, bleibt der Film schuldig. Schlussendlich muss die Politik hier die verschiedenen Interessen berücksichtigen und Lösungen bieten.

 

Der Jäger hat zu Unrecht das Ansehen verloren

AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR? ist ein Film über Lebensräume. Die eigentliche „Natur“ existiert kaum noch. Sie wurde durch eine von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft ersetzt, die im Einklang mit unseren ethischen Prinzipien verwaltet werden muss. Dazu gehört auch die Aufteilung von Lebensräumen. Dazu Agneskircher:

„Hierbei spielen die Jäger eine extrem wichtige Rolle, die in der öffentlichen Wahrnehmung in den letzten Jahren an Ansehen verloren hat – in meinen Augen zu Unrecht. In diesem Film zeigen wir, was Jäger tun, und stellen sie neben die anderen Akteure in unserer Kulturlandschaft.“

 

Alice Agneskirchner…

…ist eine deutsche Drehbuchautorin und Regisseurin. Sie wurde 1966 in München geboren und hat Theaterwissenschaft, Politikwissenschaft und vergleichende Volkskunde studiert.

Der Film AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR? ist eine Produktion von BROADVIEW PICTURES und wurde in Koproduktion mit dem ZDF und in Zusammenarbeit mit arte produziert. Der Film ist ab zwölf Jahren freigegeben und läuft aktuell österreichweit. Nähere Infos siehe unter skip.at.

 

Filmtipp – Auf der Jagd – Wem gehört die Natur

Dieser spannende Dokumentarfilm läuft aktuell in folgenden Kinos – Details sind dem wöchentlichen Kinoprogramm zu entnehmen:

Wien:
Cineplexx Donauplex, Cineplexx Wienerberg, Apollo-Kino, Village Cinemas Wien Mitte, Urania Kino

Burgenland:
Cineplexx Mattersburg, Cineplexx Parndorf, Diesel Kino Oberwart

Niederösterreich:
Cineplexx Wr. Neustadt, Cineplexx Amstetten, Wieselburg “Kino X 4”, St. Pölten Cinema Paradiso

Oberösterreich:
Cineplexx Linz, Star Movie Regau-Vöcklabruck, Star Movie Ried/Tumeltsham, Star Movie Wels, Star Movie Dietach, Star Movie Peuerbach, Kino Freistadt, Diesel Kino Braunau, Steyer City Kino

Salzburg:
Cineplexx Salzburg Airport, Neues Mozart Kino Salzburg, Diesel Kino Bruck, Diesel Kino St.Johann/ Pongau

Steiermark:
Cineplexx Graz, Cineplexx Leoben, Star Movie Liezen, Diesel Kino Gleisdorf, Diesel Kino Lieboch, Diesel Kino Fohnsdorf, Diesel Kino Leibnitz, Diesel Kino Kapfenberg

Kärnten:
Cineplexx Spittal an der Drau, Villach Stadtkino

Tirol:
Cineplexx Innsbruck, Cineplexx Wörgl, Lienz Cine

Vorarlberg:
Cineplexx Hohenems, Dornbirn Cinema 2000, Feldkirch Rio Kino

Trailer: YouTube

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