3. August 2017

Fakten zu den angeblich „vergifteten Wäldern“

Am Montag vergangener Woche (August 2017) schreckte eine große Tageszeitung die Bevölkerung auf. „Die vergifteten Wälder“ lautete die halbseitige Schlagzeile zu Beginn des Chronik Teils. Die Jäger seien daran schuld, denn „Manche Jäger sehen Greifvögel und Füchse als Konkurrenz und legen deshalb Giftköder aus“.

Dieser Alarm musste sogar auf Seite 1 der Ausgabe als wichtigste Schlagzeile des Tages für Empörung sorgen. Jagdfakten hat beim WWF und beim niederösterreichischen Landesjagdverband, der für das größte „Niederwildbundesland“ verantwortlich ist, recherchiert, was die tatsächlichen FAKTEN sind:

  • Im Zeitraum von Ende März 2015 bis Juli 2017 – also in 29 Monaten – wurden in Niederösterreich 22 Tierfunde als verdächtig gemeldet. Bei 13 Funden gab gab es nicht den geringsten Hinweis auf Vergiftungen.
  • Einen massiven Fall gab es tatsächlich im Jahr 2016, dem 17 Wildtiere – darunter ein Seeadler, drei Bussarde und drei Füchse – zum Opfer fielen, die mit Carbofuran vergiftet waren. Es laufen dazu noch Verfahren. Bisher wurde ein Jagdaufseher von der Bezirkshauptmannschaft abberufen.
  • Im Jahr 2016 wurde noch ein weiterer toter Mäusebussard, der durch Gift umgekommen war, gefunden.
  • Im Jahr 2015 wurde ein verendeter Kaiseradler von Vertretern von BirdLife gemeldet. Darüber hinaus gab es noch einen weiteren Fall von Vergiftung im Jahr 2015.

Kein einziger dieser Tierkörper wurde in einem Wald aufgefunden.

Fazit: In zweieinhalb Jahren kam es im größten Bundesland vier (!) Mal zu Vorfällen, die durch Vergiftungen Wildtiere das Leben kosteten. KEIN Vorfall ist auf Gift in Wäldern zurück zu führen. Die kolportierten, von Jägern „vergifteten Wälder“ lassen sich also in Österreich nicht finden. Die Jagdverbände bringen im Übrigen jeden Verdacht auf Tiervergiftung sofort beim Staatsanwalt zur Anzeige.

Uns geht es nur um die FAKTEN – nicht um Vorurteile und reißerische Schlagzeilen.

Jagd & Natur

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