
Flink und schnell:
Das Mauswiesel ist zum Tier des Jahres 2026 gewählt worden.
Es ist das kleinste säugetierfressende Raubtier – trotz seiner geringen Größe verspeist es locker fünf Mäuse am Tag. Mehr dazu im Steckbrief:
MAUSWIESEL
STECKBRIEF
Name: Kleines Wiesel oder Mauswiesel (Mustela nivalis)
männlich: Rüde
weiblich: Fähe
Junge: Jungwiesel
Tierfamilie: Marder
Größe:
Männchen: 17-25 cm
Weibchen: 12-17 cm
Schwanzlänge: bis zu 8 cm
Gewicht:
bis etwa 0,2 kg
Paarungszeit (Ranzzeit):
Februar – März, Juli – August
Wurfzeit:
April – Mai, Juli – August
Junge: durchschn. 5 Junge
Alter: bis etwa 6 Jahre
Wie sieht ein Mauswiesel aus?
Das Mauswiesel ist kaum größer als eine Maus und gilt als das kleinste Raubtier der Welt, das andere Säugetiere frisst.
Es zeigt je nach Lebensraum eine bemerkenswerte Vielfalt in Körpergröße und Färbung. Es trägt ein rotbraunes Fell auf der Oberseite und eine weiße Unterseite mit unregelmäßiger Trennlinie, die meist das ganze Jahr über erhalten bleibt. Typisch ist außerdem oft ein brauner Fleck im Mundwinkel.
In Hochgebirgs- und nördlichen Regionen färbt sich das Fell im Winter vollständig weiß – ähnlich wie beim Hermelin -, jedoch fehlt die charakteristische schwarze Schwanzspitze. Tiere aus nördlichen Breiten und Gebirgsregionen sind insgesamt kleiner, und auch der Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen ist deutlich ausgeprägt.
Wodurch unterscheidet sich das kleine Wiesel (Mauswiesel) vom große Wiesel (Hermelin):
Wo lebt das Mauswiesel?
Lebensraum und Vorkommen:
Das Mauswiesel ist neben dem Hermelin die zweite bei uns vorkommende Wieselart. Seinen Lebensraum findet es bevorzugt in strukturreichen Feld- und Wiesenlandschaften, Brachflächen oder anderen offenen Flächen; geschlossene Wälder meidet es. Zum Schutz und für die Jagd nutzt es Baue von Nagetieren und Maulwürfen, dichte Vegetation, Felsspalten, hohle Baumstämme oder Steinhaufen. Nester richtet es oft in verlassenen Mäusebauen ein und polstert sie mit Laub, Haaren oder Federn aus. Das Mauswiesel ist sehr anpassungsfähig:
- Es kommt in ganz Europa (außer Irland), bis nach Nordafrika, Japan sowie in Kanada und Alaska vor und
- besiedelt Lebensräume von der Tundra über Wälder, Wiesen und Felder bis hin zu alpinen Regionen.
Lebensweise und Sozialverhalten:
Mauswiesel sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und äußerst beweglich – sie können nicht nur hervorragend klettern, sondern auch gut schwimmen. Sie leben einzelgängerisch, treffen nur zur Paarungszeit auf Artgenossen und besetzen Reviere, deren Größe vom Mäusevorkommen abhängt. Die Reviergrenzen markieren sie mit Drüsensekret, um Rivalen fernzuhalten. Die Fortpflanzung ist fast das ganze Jahr über möglich und stark vom Nahrungsangebot abhängig: In Zeiten mit vielen Mäusen können mehrere Würfe pro Jahr großgezogen werden. Im Gegensatz zum Hermelin gibt es beim Mauswiesel keine verlängerte Tragzeit.
Was fressen Mauswiesel?
Mauswiesel sind effiziente Jäger und ausgesprochene Nahrungsspezialisten: Sie fressen vor allem Mäuse, ergänzen ihre Beute bei Bedarf aber um Wühlmäuse, Spitzmäuse, Vögel, Eidechsen, Insekten oder Würmer. Ein wahrer Kalorienvertilger – sie müssen täglich rund ein Drittel ihres Körpergewichts fressen, also bis zu fünf Mäuse, um über die Runden zu kommen. Bei ausreichendem Nahrungsangebot legen sie Vorratslager an und nehmen mehrmals täglich kleinere Portionen zu sich. Im Winter jagen sie fast ausschließlich unter dem Schnee und nutzen dabei ihre Fähigkeit, Beute in deren Gängen zu verfolgen, was sie besonders erfolgreich macht.
Feinde & Bedrohungen
Das Mauswiesel hat viele natürliche Feinde: Dazu gehören vor allem Greifvögel wie Bussarde, Falken und Eulen sowie Raubsäuger wie Füchse, Marder, aber auch Hauskatzen und Hunde. Zusätzlich ist das kleine Raubtier durch den Verlust seines Lebensraums bedroht, denn Hecken, Feldraine und andere Rückzugsorte verschwinden zunehmend in der intensiv genutzten Agrarlandschaft.
UNSERE
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Bildquellen für diesen Beitrag: © Canva by Jagdfakten.at | Pixabay
Autor für diesen Beitrag: V. Toff / Jagdfakten.at
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