20. Februar 2017

Welche Tiere dürfen wann bejagt werden?

Herbstzeit ist Wildzeit. Kaum ein Gasthaus, das nicht mindestens ein Wildgericht auf der Speisekarte hat. Ob Hase, Hirsch, Reh, Wildente oder Wildschwein – Wildgerichte haben Saison! Wildfleisch hat durchaus Vorteile gegenüber Schweinefleisch, Rindfleisch und Hühnerfleisch. Schließlich besitzt es einen hohen, leicht verdaulichen Eiweißgehalt, hat einen geringen, aber hochwertigen Fettanteil, zeichnet sich durch spärliches Vorkommen von Bindegewebe sowie feinfaserige Muskelstruktur aus und ist zudem cholesterinarm.

Bevor das Wild auf den Teller kommt, muss es jedoch bejagt werden. Doch welches Wild darf eigentlich wann vom Jäger erlegt werden? Klar ist, dass nicht alles, was bejagt wird, auch im Restaurant auf der Karte steht. Auch darf nicht das ganze Jahr über Jagd auf dasselbe Wild gemacht werden. Vielmehr sind die gesetzlich verordneten Jagd- und Schonzeiten ausschlaggebend für die Abschüsse. Während seiner Schonzeit darf das Wild weder verfolgt noch gefangen noch erlegt werden. Der Anfangs- und Schlusstag wird in die Schonzeit eingerechnet. Außerdem ist das Jagdjahr nicht in jedem Bundesland gleich geregelt. In Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien entspricht es dem Kalenderjahr, im Burgenland dauert es von 1. Februar bis 31. Jänner und in den übrigen vier Bundesländern von 1. April bis 31. März. Auch die Jagd- und Schonzeiten variieren je nach Bundesland: Erstens ist nicht jedes Wild in jedem Bundesland jagdbar, zweitens nicht in jedem Bundesland dasselbe Wild zur selben Zeit jagdbar.

Um einen Überblick über die über 100 Arten des jagdbaren Wildes in Österreich zu bieten, haben wir die diversen Wildarten nach ihren Jagdzeiten in den neun Bundesländern zusammengefasst (kein Anspruch auf Richtigkeit und Gewähr).

Tabelle_Jagdzeiten_Bundesländer

Was bedeutet das aber jetzt für das Wild im Gasthaus oder auf dem Markt? Darf das Wild unabhängig von der Jagdsaison angeboten werden? Dazu besagt z. B. das Wiener Jagdgesetz in § 71: „(1) Zwei Wochen nach eingetretener Schonzeit und während der übrigen Dauer dieser Zeit darf in Schonung befindliches Wild mit der im Abs. 2 folgenden Ausnahme im lebenden Zustande oder tot, in ganzen Stücken oder zerlegt, weder versendet noch in Läden, auf Märkten, in Gasthäusern oder in anderer Art zum Verkaufe angeboten werden. (2) Wildbret des Haarwildes und des Federwildes der Arten Stockente, Rebhuhn, Fasan sowie Ringeltaube, das während der Schusszeit oder innerhalb zwei Wochen nachher in unter behördlicher Aufsicht stehende Kühlanlagen gebracht worden ist, kann von dort aus auch nach Ablauf der vorerwähnten Frist in den Verkehr gebracht werden. Die näheren Vorschriften hier für werden durch Verordnung erlassen.“

Anders ausgedrückt: Dieses Gesetz garantiert, dass das Wild garantiert frisch auf den Teller kommt! Wildbret ist zwar heutzutage das ganze Jahr über zu bekommen, aber frische Produkte haben eben ihre Saison: etwa im Mai der junge Rehbock, ab September die Wildente, das Rebhuhn im Oktober, Hase und Fasan von Oktober bis Ende Dezember, Reh- und Rotwildfleisch in der zweiten Jahreshälfte. Nur Wildschwein steht ganzjährig zur Verfügung.

Jagd & Natur

1. Juni 2017

Jagdbare Wildarten: Gamswild

Name: Gämse (rupicapra rupicapra), männlich: Gamsbock, weiblich: Gamsgeiß, Heranwachsende: Schmalgeiß, Jährlingsbock, Jungtiere: Bockkitz, Geißkitz Tierfamilie: Schalenwild, Hornträger, Ziegenartige Größe: Kopf-Rumpf-Länge ...

weiterlesen

Diese Seite kann im Internet Explorer unter Version 9 nicht angezeigt werden. Bitte updaten Sie Ihren Internet Explorer oder laden Sie sich einen alternativen Browser herunter (zB. Firefox, Chrome etc.) Vielen Dank für Ihr Verständnis!