7. November 2016

Wussten Sie, dass es in Österreich ein Reviersystem gibt, das andere Personen als die Inhaber des Jagdausübungsrechtes von jagdlichen Tätigkeiten oder Aneignungen im jeweiligen Jagdrevier ausschließt?

Ein Jagdrevier ist ein Gebiet, auf dem ein Jagdausübungsberechtigter jagen darf. Das Jagdrecht wiederum ist an den Grundbesitz gebunden. Grundbesitz von mehr als 115 Hektar (in manchen Bundesländern mehr als 300 Hektar) sind Eigenjagdgebiete. Der Eigentümer kann dieses Eigenjagdgebiet selbst bejagen, sofern er eine Jagdkarte besitzt, sonst muss er dieses Jagdgebiet verpachten oder verwalten lassen. Jagdausübungsberechtigt ist also der Besitzer oder Pächter.

Jede österreichische Gemeinde bildet aus allen „nicht zu Eigenjagden gehörigen Grundflächen“ (das sind auch Grundstücke kleiner als 115 Hektar) das jeweilige Genossenschaftsjagdgebiet dieser Gemeinde. Solche Genossenschaftsjagdgebiete müssen zwingend verpachtet werden, die Pächter sind die Jagdausübungsberechtigten. Ein Jagdgebiet kann von einer Person gepachtet werden oder von einer Jagdgesellschaft. Diese besteht aus mehreren Personen, die sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammenschließen mit dem Zweck, ein Jagdgebiet zu pachten. Wer ein Jagdgebiet pachten will, muss eine gültige Jahresjagdkarte besitzen und schon über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren eine Jagdkarte in Österreich besessen haben.

Die Grundeigentümer erhalten für ihr verpachtetes Jagdrecht Geld. Der Jagdausübungsberechtigte ist der Träger aller Berechtigungen und Verpflichtungen bezüglich der Jagd im jeweiligen Eigenjagdgebiet oder Genossenschaftsjagdgebiet (Jagdrevier).

Wussten Sie, dass?

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