27. Dezember 2016

Der Jäger und seine Kleidung

Jäger werden oft auch als „Grünröcke“ bezeichnet. Doch warum ist das so? Tragen sie tatsächlich einen grünen (Geh-)Rock?

In der Tradition von Erzherzog Johann soll die Kleidung der Jäger zweckmäßig und der jagdlich-bodenständigen Tracht entsprechend beschaffen sein. Heutzutage trägt der Jäger zumeist einen grauen oder grünen Rock, versehen mit einem grünen Kragen. Selbstverständlich ist die Tracht nicht für jeden Anlass gleich. So wird ein Jäger, der im Wald arbeitet oder zum Ansitz geht, sich anders gewanden als bei einem festlichen Anlass.

Bei der Ausübung der Jagd muss die Kleidung Schutz vor Nässe, Kälte und Wind bieten, das Schuhwerk sollte guten Halt bieten. Während früher fast ausschließlich Loden, Wolle und Leder verarbeitet wurden, gibt es heute moderne Materialien, die viel leichter sind und einfacher zu pflegen. Besonders wetterfest ist auch ein Wetterfleck – ein traditioneller Überwurf, der Nässe und Kälte abhält, oft mit Kapuze. Auch geländetaugliche Gummistiefel sind sehr beliebt. Farbtechnisch ist der Spielraum nicht so groß, hier hält sich alles im Rahmen zwischen grün, grau und braun – eben der Natur angepasst.

Ist der Jäger zu einem festlichen Anlass geladen, so erscheint er stets mit Rock und grüner Weste, dazu eine dunkle Anzughose. Mit Hemden und Krawatten kann der Jäger seinem Outfit einen persönlichen Touch verleihen: Hier sind neben dem klassischen weißen Hemd und schwarzer Krawatte auch helle Hemdfarben sowie trachtige Krawatten, Krawatten mit Jagdmotiv und Trachtenbänder erlaubt.

Hauptaccessoire des Jägers aber ist der Jägerhut.

Fast jeder Jäger besitzt mindestens zwei Stück – einen für den jagdlichen Gebrauch (Jagdfilz) und einen für den festlichen Anlass (Feichtahuat). Während man den Alltagshut mit Federn, Erpelschnecken, zerrupftem Bart und wichtigen Abzeichen verzieren kann, sollte der Festtagshut eher schlicht gehalten sein. Als Zierde dienen hier nur Gams- oder Hirschbart, Schildhahnstoß oder der links getragene Standesbruch.

Die Jagd erfordert verantwortungsbewusstes und umsichtiges Handeln, zum eigenen Schutz und auch zum Schutz anderer.

Hierzu gehört auch eine adäquate Sicherheitsbekleidung – insbesondere bei der Treib- und Drückjagd. Für diesen Zweck gibt es Sicherheitsbekleidung, die in den Signalfarben Rot oder einem hellen Orange, oft als Blaze Orange bezeichnet, angeboten wird. Wie aber ist es möglich, so gut sichtbar auf die Jagd zu gehen, wenn man doch eigentlich unerkannt bleiben möchte? Die Erklärung liegt in der optischen Sinneswahrnehmung der Tiere, die sich von jener des Menschen unterscheidet. Sogenannte Zapfen in den Augen ermöglichen das Sehen von Farben. Während der Mensch Rezeptoren für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau hat, besitzen viele Wildarten wiederum nur Zapfen, die zur Wahrnehmung von Grün- und Gelbtönen sowie den Farbbereich Ultra-Violett bis Blau dienen. Dadurch erscheinen diesen Tieren rote oder orange Farben als grün oder gelblich. Sie unterscheiden sich folglich kaum von der natürlichen Umgebung im Wald. Signalwirkung haben für das Wild eher bläuliche Farben, die auf der Jagd also unbedingt gemieden werden sollten.

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